Härtetest für Degenkolb und Buchmann

SID
Freitag, 03.06.2016 | 16:35 Uhr
John Degenkolb will in den Tour-Rhythmus kommen
© getty
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Für John Degenkolb ist es der erste Saisonauftritt in einem World-Tour-Rennen, für Emanuel Buchmann der letzte im Trikot des deutschen Meisters und für Titelverteidiger Christopher Froome die finale Standortbestimmung vor der 103. Tour de France (2. bis 24. Juli).

Beim Criterium du Dauphine duelliert sich der Brite dabei mit dem Spanier Alberto Contador, der vermutlich auch einer seiner größten Tour-Herausforderer sein dürfte.

"Die Dauphine wird wichtig, um Spritzigkeit in die Beine zu bekommen, daran fehlt es mir noch am meisten", sagte der zweimalige Tour-Gewinner Contador (Tinkoff), der Optimismus ausstrahlt: "Ich fühle mich viel besser als letztes Jahr. Damals war ich nach dem Giro d'Italia kaputt und sehr müde." Den Giro hat der 33-Jährige diesmal ausgelassen.

Froome (Sky) beendete vor einigen Tagen sein übliches Höhen-Trainingslager auf Teneriffa. Für den 31-Jährigen war die Dauphiné in den Jahren seine Tour-Siege (2013, 2015) immer ein gutes Pflaster. 2014 allerdings stürzte er im Südosten Frankreichs und anschließend folgte sein persönlicher Tour-Albtraum mit einem frühen Ausscheiden. Froome und Contador treffen in Thibaut Pinot (Frankreich/FDJ), Fabio Aru (Italien/Astana) oder Richie Porte (Australien/BMC Racing) auf weitere mögliche Tour-Rivalen.

"Bergetappen enorm wichtig"

Für sprintstarke Radprofis wie Degenkolb (Giant-Alpecin) sind die Gelegenheiten eher rar. Nur die erste und vierte Etappe könnte dem gebürtigen Thüringer liegen, der erstmals nach seinem Horrorunfall im Januar in einem Rennen der höchsten Kategorie startet. "Für den Moment bin ich mit der Form sehr zufrieden. Jetzt geht es noch einen Schritt weiter. Abgesehen von den Sprints, sind auch die schweren Bergetappen enorm wichtig, um in den Tour-Rhythmus zu kommen", sagte der 27-Jährige.

Klettertalent Buchmann möchte sich wieder in die Vorjahresverfassung bringen, als er die Tour-Etappe über den Tourmalet als Dritter beendete. "Ganz schlecht sollte es einem hier nicht gehen, wenn man die Tour gut fahren will. Ich will auf Bergetappen vorne dabei sein", sagte Buchmann, der auch den letzten Auftritt im Meistertrikot genießen will: "Ich möchte es noch einmal sehr gut präsentieren".

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