Horrorsturz überschattet Sieg von Gasparotto

Drama beim Amstel Gold Race

SID
Sonntag, 17.04.2016 | 17:23 Uhr
Das Amstel Gold Race wurde von einem schweren Sturz überschattet
© getty
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Enrico Gasparotto hat zum zweiten Mal nach 2012 den Frühjahrsklassiker Amstel Gold Race gewonnen. Der 34-Jährige vom Team Wanty-Groupe Gobert gewann nach 248,7 km zwischen Maastricht und Valkenburg. Überschattet wurde das Rennen jedoch von einem schlimmen Sturz, bei dem sich der Italiener Fabio Felline schwer verletzte.

Im Zielsprint ließ Gasparotto den Dänen Michael Valgren (Tinkoff) hinter sich. Die sieben deutschen Fahrer hatten bei der 51. Auflage des Traditionsrennens in den Niederlanden nichts mit der Entscheidung zu tun.

Gasparotto forcierte die vorentscheidende Attacke am berühmten Cauberg, dem letzten der insgesamt 34 kurzen, jedoch zum Teil sehr steilen Anstiege des Amstel Gold Races. Einzig Valgren konnte auf dem Schlusskilometer mit Gasparotto mithalten, war im finalen Sprint aber chancenlos. Gasparotto richtete im Ziel den Blick nach oben und reckte beide Zeigefinger gen Himmel - für die zweitklassige Mannschaft Wanty-Groupe Gobert war es der erste Saisonsieg und auch der erste Erfolg seit dem tragischen Unfalltod des Belgiers Antoine Demoitié am Osterwochenende.

Auch beim "Amstel" kam es zu einem schweren Unfall. Noch vor dem offiziellen Start kam Fabio Felline vom Team Trek in der neutralen Phase zu Fall, zog sich dabei einen Schädelbasisbruch und einen Bruch der Nase zu. Felline war mit seiner Hand in die Speichen seines Vorderrades geraten, als er wohl versuchte, seinen Fahrrad-Computer einzustellen, und dann spektakulär über den Lenker geflogen.

Elfköpfige Ausreißergruppe setzt sich ab

Kurz nach dem Start hatte sich eine elfköpfige Ausreißergruppe abgesetzt, zu der keiner der sieben deutschen Starter gehörte. Diese war letztlich aber ebenso chancenlos wie die vier Verfolger um den Frankfurter Björn Thurau (Wanty-Groupe Gobert), die sich rund 60 km vor dem Ziel vom Feld gelöst hatten.

Bisherige deutsche Sieger beim Amstel Gold Race waren Sprinter Olaf Ludwig (1992) sowie die Dopingsünder Erik Zabel (2000) und Stefan Schumacher (2007). Rekordsieger ist der Niederländer Jan Raas (fünf Siege zwischen 1977 und 1982).

Das Amstel Gold Race markierte den Start in die Ardennen-Woche, die mit dem Flèche Wallone am Mittwoch fortgeführt wird. Den Schlusspunkt bildet am Sonntag das Rennen Lüttich-Bastogne-Lüttich.

Enrico Gasparotto im Steckbrief

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