"Es ist ein Stück Scheiße!"

SID
Freitag, 08.04.2016 | 14:49 Uhr
Unfälle und Stürze sind auf den engen Wegen keine Seltenheit
© getty
Advertisement
Dubai Tennis Championships Women Single
Live
WTA Dubai: Tag 2
Dubai Tennis Championships Women Single
WTA Dubai: Tag 3
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Tag 3
Dubai Tennis Championships Women Single
WTA Dubai: Viertelfinale
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Tag 4
Premier League Darts
Premier League: Berlin
NHL
Islanders @ Maple Leafs
NBA
Clippers @ Warriors
Dubai Tennis Championships Women Single
WTA Dubai: Halbfinale
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Viertelfinale
Six Nations
Frankreich -
Italien
NBA
Timberwolves @ Rockets
Six Nations
Irland -
Wales
Dubai Tennis Championships Women Single
WTA Dubai: Finale
Six Nations
Schottland -
England
NCAA Division I
Michigan @ Maryland
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Halbfinale
NCAA Division I
Wichita State @ SMU
King Of Kings
King of Kings 54
Pro14
Scarlets -
Ulster
NBA
Magic @ 76ers
World Championship Boxing
Srisaket Sor Rungvisai vs Juan Francisco Estrada
NHL
Oilers @ Kings
Premiership
London Irish -
Worcester
Premiership
Saracens -
Leicester
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Finale
NBA
Spurs @ Cavaliers
NHL
Bruins @ Sabres
NBA
Warriors @ Knicks
NBA
Wizards @ Bucks
Abierto Mexicano TELCEL Women Single
WTA Acapulco: Tag 3
NHL
Sabres @ Lightning
NBA
Rockets @ Clippers
Premier League Darts
Premier League: Exeter
Abierto Mexicano TELCEL Women Single
WTA Acapulco: Viertelfinale
NBA
Lakers @ Heat
UK Open
UK Open: Tag 1 -
Session 1
Brasil Open Men Single
ATP Sao Paulo: Viertelfinale
UK Open
UK Open: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Edinburgh -
Munster
Premiership
Harlequins -
Bath
Abierto Mexicano TELCEL Women Single
WTA Acapulco: Halbfinals
NBA
Raptors @ Wizards
UK Open
UK Open: Tag 2 -
Session 1
Brasil Open Men Single
ATP Sao Paulo: Halbfinale
Brasil Open Men Single
ATP Sao Paulo: Finale

In diesem Jahr feiert Paris-Roubaix seinen 120. Geburtstag. In ihrer Historie sorgte die "Königin der Klassiker" für zahlreiche Anekdoten: Anfangs waren tierische Hindernisse an der Tagesordnung, später stand ein Zug im Weg. 1949 gab es gleich zwei Sieger, während ein Niederländer den Ritt durch die Hölle liebte. Und: Johan Museeuw feierte zur Jahrtausendwende ein furioses Comeback.

1896 - Tierische Begegnungen

Zwar bekam Paris-Roubaix erst nach dem ersten Weltkrieg wegen der Zerstörungen in der Region den Beinamen "Hölle des Nordens", ein angenehmes Rennen war es aber schon bei der Premiere 1896 nicht. Der deutsche Sieger Josef Fischer wurde von Kühen auf der Straße aufgehalten und auf dem Weg ins Ziel fast von einem Pferd vom Sattel getreten.

Eine Begegnung der tierischen Art hatte auch der Brite Arthur Linton, dem zu Beginn des Rennens ein Hund vor das Rad lief. Insgesamt stürzte der Waliser an diesem Tag ganze sechs Mal und wurde dennoch Vierter.

1919 - Zug im Weg

Bei der ersten Austragung nach dem ersten Weltkrieg setzte sich ein Spitzen-Trio um den Franzosen Henri Pelissier ab. Auf ihrem Weg wurden die drei Fahrer jedoch von einem stehenden Zug an einem Bahnübergang aufgehalten.

Pelissier schulterte sein Rad, trug es durch einen Zugwaggon und fuhr auf der anderen Seite wieder los. Dieser Pragmatismus brachte ihm schließlich den Sieg.

1949 - Wer hat gewonnen?

Auch 30 Jahre später lief das Rennen nicht reibungslos ab. Andre Mahe hatte zwar als Erster die Ziellinie überquert, doch der Führende des Hauptfeldes, Serse Coppi, protestierte gegen die Wertung, weil Mahe einen falschen Eingang zum Schluss-Velodrome benutzt hatte.

Mahe berichtete von Menschenmassen, durch die er den richtigen Weg nicht fand und von Polizisten, die ihn falsch geleitet hätten. Ein Reporter lotste ihn schließlich durch den Journalisten-Eingang. Einige Monate vergingen bis Mahe und Coppi schließlich zum gemeinsamen Sieger erklärt wurden.

1985 - Theo liebt die Hölle

Theo de Rooy saß völlig fertig im Teamfahrzeug. Ein Sieg war für den Niederländer möglich, doch er musste wegen eines Sturzes aufgeben. Der amerikanische Reporter John Tesh interviewte den frustrierten de Rooy, der die "Hölle des Nordens" knapp zusammenfasste: "Dieses Rennen ist totaler Schwachsinn. Du arbeitest wie ein Tier, du hast keine Zeit zu pissen, du machst dir in die Hose. Du fährst in diesem Dreck, du rutschst. Es ist ein Stück Scheiße."

Daraufhin fragte der Reporter, ob er das Rennen überhaupt nochmal bestreiten wolle. De Rooy schaute ihn an und antwortete deutlich: "Sicher, es ist das wundervollste Rennen der Welt."

2000 - Museeuws Comeback

1998 war ein rabenschwarzes Jahr für Johan Museeuw, den Klassikerspezialisten. Der Belgier stürzte im Wald von Arenberg so schwer, dass er sich sein linkes Knie zertrümmerte. Eine Folge der ohnehin schweren Verletzung war eine böse Infektion. Zeitweise sah es so aus, als müssten die Ärzte Museeuws linkes Bein amputieren.

Doch der Belgier hatte Glück im Unglück. 2000 folgte seine Sternstunde, als er Roubaix zum zweiten Mal gewann. Museeuw hielt im Ziel sein linkes, mitterweile wieder kräftiges Bein in die Kameras. Er hatte die Hölle des Nordens besiegt.

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung