Radsport

Démare weist Vorwürfe zurück

SID
Arnaud Demare gewann den Klassiker zur Verwunderung vieler Experten
© getty

Mailand-Sanremo-Sieger Arnaud Démare hat am Montag Vorwürfe der Schummelei entschieden zurückgewiesen. Der 24 Jahre alte Franzose, der am Samstag das erste Radsport-Monument der Saison gewonnen hatte, soll nach einem Sturz an der Cipressa etwa 30 Kilometer vor dem Ziel von einem Begleitfahrzeug gezogen worden sein, um wieder Anschluss an die Spitze zu finden.

"Es gibt immer schlechte Verlierer. Ich bin gestürzt und hatte das Motorrad des Rennkommissars an der Seite. Hätte ich mich vom Begleitfahrzeug ziehen lassen, hätte er dies sofort gemeldet", sagte Démare am Montag der Gazzetta dello Sport und konterte die Vorwürfe mit seiner ganz eigenen Theorie.

"Ich hätte meinen größten Sieg nicht aufs Spiel gesetzt. Die Wahrheit ist, dass die Italiener von der Tatsache verbittert sind, dass ein junger Franzose das Rennen gewonnen hat. Ich habe nichts falsch gemacht."

"Es ist eine Schande"

Belastet hatten Démare die Konkurrenten Eros Capecchi (Astana) und Matteo Tosatto (Tinkoff). "Démare zog mit 80 Stundenkilometern an uns vorbei. So etwas habe ich noch nie gesehen. Démare hielt sich an der rechten Seite des Teamwagens fest. Ohne diese Hilfe hätte er nie gewonnen. Es ist eine Schande", wurde Capecchi zitiert.

Jury-Chef Hervé Brocque teilte allerdings mit, dass ihm keine Video-Beweise oder Fotos vorliegen. Der französische Funktionär habe von einem Regelverstoß seines Landsmannes nichts mitbekommen, hieß es. Frédéric Guesdon, Démares Teamchef bei FDJ, widersprach den Vorwürfen. "Nach dem Sturz herrschte Chaos. Wir haben Arnaud eine Flasche gereicht, er hat sich nicht ziehen lassen. Überall waren Jury-Mitglieder, auf den Motorrädern und in den Wagen", sagte Guesdon.

Alles zum Radsport

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung