"Tour weiter großes Ziel"

Kittel-Comeback wird zum Geduldsspiel

SID
Donnerstag, 09.04.2015 | 15:55 Uhr
Marcel Kittel strebt ein Comeback im Mai an
© getty
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Für Top-Sprinter Marcel Kittel wird seine inzwischen fast zweimonatige Zwangspause langsam zum Geduldsspiel. Der 26 Jahre alte Thüringer hat wegen der Folgen einer hartnäckigen Viruserkrankung seit der Katar-Rundfahrt im Februar kein Rennen mehr bestritten.

Auch am Sonntag beim Klassiker Paris-Roubaix (12.45 Uhr/Eurosport) muss der achtmalige Tour-de-France-Etappensieger wieder zuschauen. "Natürlich wäre ich gerne wie geplant dabei, aber meine derzeitige Verfassung lässt das nicht zu", sagte Kittel dem SID.

Derzeit scheint ein Comeback bei der erstmalig stattfindenden Tour of Yorkshire (1. bis 3. Mai) in Großbritannien denkbar. Danach ist ein Start bei der Kalifornien-Rundfahrt (10. bis 17. Mai) möglich. Den Giro d'Italia (9. bis 31. Mai) wird Kittel hingegen nicht bestreiten. Die Teilnahme an der 102. Tour de France (4. bis 26. Juli) ist derzeit nicht gefährdet. "Die Tour ist weiter mein großes Ziel", betonte der Radprofi des deutschen Teams Giant-Alpecin.

Ein Auf und Ab

Kittel trainiert im Augenblick in seiner Heimat Erfurt. Giant-Alpecin sieht den Thüringer aber noch nicht auf seinem gewohnten Niveau. Es gehe mit seiner Verfassung ein bisschen Auf und Ab, sagte der niederländische Giant-Sportdirektor Rudi Kemna, Kittel trainiere im Moment nicht mit der gewünschten Intensität: "Er ist nicht in der Lage, Rennen zu fahren." Noch immer sei man nicht sicher, was sich genau hinter dem Virus verborgen habe. "Er ist im Wiederaufbau. Die Situation fällt ihm nicht leicht", sagte ein Giant-Sprecher dem SID.

2014 hatte Kittel insgesamt 13 offizielle Rennen, darunter vier Tour-Etappen, für sich entschieden. In dieser Saison steht lediglich ein Erfolg aus dem Januar beim Kriterium vor der Tour Down Under in Australien zu Buche, der aber nicht in die offizielle Wertung einfließt. "Marcel ist ein wichtiger Fahrer, das ist völlig klar, und er bringt uns viele Erfolge. Es ist aber nicht sinnvoll, die Dinge zu überstürzen", sagte Kemna.

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