Sonntag, 08.02.2015

Dubai-Tour, Schlussetappe

Cavendish entreißt Degenkolb Sieg

John Degenkolbs Hoffnungen zerschlugen sich auf den letzten Metern: Der deutsche Radprofi hat den Gesamtsieg bei der Dubai-Tour auf der Schlussetappe aus der Hand gegeben. Der 26-Jährige vom Team Giant-Alpecin landete im Massensprint der 123 km langen vierten und letzten Etappe mit Ziel am berühmten Wolkenkratzer Burj Khalifa auf dem neunten Platz und musste Mark Cavendish den Vortritt lassen.

Mark Cavendish holte sich bei der Dubai-Tour den Gesamtsieg
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Mark Cavendish holte sich bei der Dubai-Tour den Gesamtsieg

Eine Enttäuschung in der Wüste erlebte auch Degenkolbs Teamkollege Marcel Kittel zum Auftakt der Katar-Rundfahrt. Der achtmalige Etappensieger der Tour de France musste den Sieg auf dem 136 km langen Teilstück von Dukhan zum Sealine Beach südlich von Doha dem Spanier José Joaquín Rojas (Movistar) überlassen, der den Sprint einer Ausreißergruppe gewann. Kittel erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 33 Sekunden.

"Um ehrlich zu sein, bin ich ziemlich enttäuscht. Im Etappenfinale hat es nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte Degenkolb.

Cavendish glücklich

In der Sprintvorbereitung auf den letzten fünf Kilometern hatte sich Degenkolbs Giant-Team am Samstag von Cavendishs Etixx-Quick-Step-Mannschaft den Schneid abkaufen lassen und Siegfahrer Degenkolb in keine gute Position gebracht.

Während Degenkolb frustriert das Ziel erreichte, schlüpfte der britische Sprint-Star Cavendish mit seinem zweiten Tagessieg und dank einer Zeitbonifikation noch in das Blaue Trikot des Gesamtführenden. "Ich bin super glücklich. Das Team hat phänomenal gearbeitet, ich musste gar nicht viel machen", sagte der 29-Jährige.

"Positive Dinge aus dem Rennen mitnehmen"

Die Toursieger der letzten 15 Jahre
Am Mont Ventoux ließ er Pantani (r.) noch gewinnen. Aber am zweiten Sieg von Armstrong konnte im Jahr 2000 weder der noch Jan Ullrich etwas ändern (Titel annulliert)
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Am Mont Ventoux ließ er Pantani (r.) noch gewinnen. Aber am zweiten Sieg von Armstrong konnte im Jahr 2000 weder der noch Jan Ullrich etwas ändern (Titel annulliert)
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Die Tour 2001 ging in die Geschichte ein: Armstrong mimte am Berg den Leidenden, warf dann Ullrich den berühmten Blick über die Schulter zu - und weg war er! (Titel annulliert)
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Die Tour 2001 ging in die Geschichte ein: Armstrong mimte am Berg den Leidenden, warf dann Ullrich den berühmten Blick über die Schulter zu - und weg war er! (Titel annulliert)
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Beim vierten Streich von Armstrong im Jahr 2002 war Ullrich nicht am Start, dementsprechend ungefährdet radelte der Dominator zum Sieg (Titel annulliert)
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Beim vierten Streich von Armstrong im Jahr 2002 war Ullrich nicht am Start, dementsprechend ungefährdet radelte der Dominator zum Sieg (Titel annulliert)
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Ein Jahr später bot sich ein anderes Bild: Ullrich verlangte Armstrong alles ab. 61 Sekun- den betrug am Ende sein Vorsprung, aber es reichte zum fünften Sieg (Titel annulliert)
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Ein Jahr später bot sich ein anderes Bild: Ullrich verlangte Armstrong alles ab. 61 Sekun- den betrug am Ende sein Vorsprung, aber es reichte zum fünften Sieg (Titel annulliert)
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Keine Geschenke gab es 2004: Armstrong holte sich fünf Etappensiege und das Mannschaftszeitfahren - der sechste Sieg in Serie! (Titel annulliert)
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Keine Geschenke gab es 2004: Armstrong holte sich fünf Etappensiege und das Mannschaftszeitfahren - der sechste Sieg in Serie! (Titel annulliert)
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Sieben auf einen Streich: Der letzte Sieg des Texaners gelang ihm 2005. Wegen Doping wurden Armstrong aber alle Titel wieder aberkannt (Titel annulliert)
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Sieben auf einen Streich: Der letzte Sieg des Texaners gelang ihm 2005. Wegen Doping wurden Armstrong aber alle Titel wieder aberkannt (Titel annulliert)
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Eigentlich gewann Floyd Landis die Tour 2006. Drei Tage später flog er wegen Dopingmissbrauchs auf und aus dem Klassement. Der Titel ging an Oscar Pereiro
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Eigentlich gewann Floyd Landis die Tour 2006. Drei Tage später flog er wegen Dopingmissbrauchs auf und aus dem Klassement. Der Titel ging an Oscar Pereiro
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2007 holte Alberto Contador (r.) seinen ersten Sieg. Am Berg war der Spanier eine Klasse für sich. Winokurow und der Däne Rasmussen (l.) wurden des Dopings überführt
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Überraschung! 2008 gewann der Spanier Carlos Sastre in Alpe d'Huez und siegte in Paris mit 58 Sekunden Vorsprung vor Cadel Evans
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Überraschung! 2008 gewann der Spanier Carlos Sastre in Alpe d'Huez und siegte in Paris mit 58 Sekunden Vorsprung vor Cadel Evans
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Ihn konnte auch das Comeback von Lance Armstrong nicht stoppen: Souverän holte sich Alberto Contador 2009 seinen zweiten Toursieg
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Ihn konnte auch das Comeback von Lance Armstrong nicht stoppen: Souverän holte sich Alberto Contador 2009 seinen zweiten Toursieg
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Der Luxemburger Andy Schleck (M.) bekam den Toursieg 2010 am grünen Tisch zugesprochen: Contador (l.) hatte gedopt. Verunreinigtes Steak - na klar!
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Der Luxemburger Andy Schleck (M.) bekam den Toursieg 2010 am grünen Tisch zugesprochen: Contador (l.) hatte gedopt. Verunreinigtes Steak - na klar!
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2011 durfte sich der Australier Cadel Evans in die Siegerliste eintragen. Im Zeitfahren und am Berg zermürbte er unter anderem die Gebrüder Schleck
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2012 fuhr Bradley Wiggins im Gelben Trikot am Triumphbogen vorbei. Er ist der erste Brite überhaupt, der die Frankreich-Rundfahrt gewinnen konnte
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Wieder Sky! Auch 2013 triumphierte das britische Team bei der Tour de France. Christopher Froome wurde der Nachfolger von Bradley Wiggins
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Wieder Sky! Auch 2013 triumphierte das britische Team bei der Tour de France. Christopher Froome wurde der Nachfolger von Bradley Wiggins
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Vincenzo Nibali (M.) ließ bei der 2014er Tour de France nie Zweifel an seinem Sieg aufkommen und dominierte nach Belieben
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Anfangs wie eine Maschine, am Ende mit Schwächen: Trotzdem reichte es für Froome in Paris
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Anfangs wie eine Maschine, am Ende mit Schwächen: Trotzdem reichte es für Froome in Paris
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Degenkolb, der die Führung durch seinen Tagessieg am Freitag übernommen hatte, belegte mit sechs Sekunden Rückstand den zweiten Rang des Gesamtklassements. "Wir hatten einen guten Start in die Saison, wir können positive Dinge aus dem Rennen mitnehmen", sagte der Sprinter aus Gera, der bei den Klassikern im Frühjahr groß auftrumpfen will.

Den Organisatoren in den Vereinigten Arabischen Emiraten schweben nach der erst zweiten Ausgabe des Rennens derweil große Pläne vor.

Veranstaltung soll weiter wachsen

In den kommenden Jahren soll die Veranstaltung weiter wachsen und in die World Tour, die Radsport-Königsklasse mit Rennen wie der Tour de France oder dem Giro d'Italia, aufgenommen werden.

"Unsere Herausforderung ist es, eines der wichtigsten Rennen der Welt zu werden. Den Möglichkeiten und Träumen sind keine Grenzen gesetzt", sagte OK-Chef Saeed Hareb. Wenn man vier Etappen organisieren könne, sei die Planung von zwölf Etappen nicht schwierig.


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