Gold für Welte - Levy stürzt

SID
Freitag, 28.02.2014 | 10:11 Uhr
Miriam Welte hat bereits im Teamsprint mit Kristina Vogel Gold gewonnen
© getty
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Die dreimalige Teamsprint-Weltmeisterin Miriam Welte (Kaiserslautern) hat bei der Bahnrad-WM im kolumbianischen Cali zum ersten Mal in ihrer Karriere Gold im nichtolympischen 500-m-Zeitfahren gewonnen.

Die 27-Jährige setzte sich in 33,451 Sekunden gegen die australische Weltrekordlerin Anna Meares durch und holte nach dem Sieg mit Kristina Vogel (Erfurt) im Teamsprint ihren zweiten WM-Titel. Für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) war es die insgesamt dritte Medaille.

Großes Sturzpech hatte dagegen der Berliner Maximilian Levy im Keirin. Der Weltmeister von 2009 kam auf Medaillenkurs liegend etwa 150 m vor dem Ziel zu Fall und erlitt einer ersten Diagnose zufolge einen Schlüsselbeinbruch an den rechten Schulter und Hautabschürfungen. Der 26-Jährige wurde zu weiteren Untersuchungen in eine Klinik gebracht und dort operiert.

Welte war derweil überglücklich. "Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Das ist mein erster Einzeltitel, ich wollte unbedingt gewinnen", sagte sie nach dem zugleich auch ersten deutschen WM-Triumph über diese Distanz. Bundestrainer Detlef Uibel ergänzte: "Wir können völlig happy sein. Keirin ist sehr komplex, so ein Sturz kann passieren. Wir liegen im Rahmen der Zielstellung."

Pervis gewinnt Kampfsprint

Weltmeister im sogenannten Kampfsprint wurde der Franzose Francois Pervis vor Lokalmatador Fabian Hernando Puerta und Matthijs Buchli (Niederlande). Nur Rang vier blieb dem gebürtigen Kölner Joachim Eilers. Tobias Wächter (Düsseldorf) war im Hoffnungslauf gescheitert.

Im Scratch-Rennen über 15 km belegte Maximilian Beyer (Nordhausen) einen guten sechsten Platz. Der WM-Titel ging an den Russen Iwan Kowalew vor Martyn Irvine (Irland) und Cheung King-Lok (Hongkong).

In der letzten Entscheidung des zweiten Wettkampftages setzte sich Olympiasieger Großbritannien im Finale der Frauen-Teamverfolgung gegen Kanada durch. Das deutsche Quartett wurde Achter. Zuvor hatte der Australier Alexander Edmondson die 4000-m-Einzelverfolgung der Männer für sich entschieden. Nils Schomber aus Neuss kam auf Rang elf.

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