Radsport

USADA-Chef will Armstrong vor Gericht sehen

SID
Lance Armstrong soll laut USADA-Chef Travis Tygart die UCI zu Unrecht entlastet haben
© Getty

Travis Tygart, Chef der USADA, hat erneut seinen Wunsch bekräftigt, dass Richter und die nationale Anti-Doping-Agentur über die Bestrafung von Lance Armstrong entscheiden sollen.

"Das Justizministerium sollte den Fall aufnehmen. Sollte dies nicht so sein, wäre das ein weiterer Schock", sagte Tygart im Interview mit dem US-Sender "CBS".

"Eine Jury sollte die Möglichkeit haben, zu entscheiden, ob die US-Regierung und die Millionen amerikanischer Steuerzahler für den Betrug Armstrongs entschädigt werden."

Tygart hatte dem lebenslang gesperrten Armstrong eine Frist bis zum 6. Februar gesetzt, um mit der USADA zu kooperieren und die Sperre möglicherweise zu reduzieren.

"Er hat die UCI extrem entlastet"

Über seinen Anwalt ließ Armstrong daraufhin mitteilen, dass er eine Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und dem Weltverband UCI bevorzuge. Der USADA fehle die Autorität für weltweite Untersuchungen.

"Er muss genau wie seine elf Teamkollegen zu uns kommen und wahrheitsgemäß aussagen - über alles und alle, die im Dopingskandal involviert waren", forderte Tygart. Dass Armstrong zudem vor der UCI aussagen will, sieht Tygart ebenfalls skeptisch.

"Er hat die UCI im Interview mit Oprah Winfrey extrem entlastet. Unseren Informationen und den Beweisen zufolge war dies nicht gerechtfertigt", erklärte Tygart. Armstrong hatte unlängst bestritten, mit einer Geldspende an die UCI einen positiven Dopingtest geheimgehalten zu haben.

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