Für mögliche Verkürzung der lebenslangen Sperre

Medien: Armstrong erwägt Doping-Geständnis

SID
Samstag, 05.01.2013 | 11:00 Uhr
Macht er reinen Tisch? Lance Armstrong soll laut Insidern über ein Geständnis nachdenken
© Getty
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Das gefallene Radsport-Idol Lance Armstrong soll nun doch ein umfassendes Doping-Geständnis in Erwägung ziehen.

Das berichtet die Tageszeitung "New York Times" und beruft sich auf "gut informierte", namentlich jedoch nicht genannte Quellen. Mit diesem Schritt wolle der 41-Jährige seine lebenslange Sperre verkürzen, um in Zukunft wieder bei Triathlon-Wettkämpfen starten zu dürfen.

Wie das Blatt berichtet, soll Armstrong bereits mit dem Chefermittler der US-Anti-Doping-Agentur USADA, Travis Tygart, gesprochen haben und ein Treffen mit David Howman, Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), planen.

Armstrongs Anwalt dementiert

Armstrongs langjähriger Anwalt Tim Herman bestreitet dies aber. "Im Moment ist das kein Thema", sagte Herman. Armstrong befindet sich derzeit im Urlaub auf Hawaii.

Sollte der Texaner, der Dopingvorwürfe immer wieder bestritten hatte, nun doch verbotene Praktiken zugeben, drohen ihm juristische Folgen. Armstrong war in verschiedenen Verfahren gerichtlich gegen Dopingvorwürfe vorgegangen und hatte unter Eid ausgesagt, nie gedopt zu haben.

Armstrong müsste auf eine Kronzeugenregelung hoffen, damit es ihm nicht ergeht wie beispielsweise Marion Jones. Die ehemalige US-Leichtathletin musste nach ihrem tränenreichen Doping-Geständnis im Jahr 2007 für sechs Monate ins Gefängnis, weil sie staatliche Ermittler in Bezug auf Doping und Scheckbetrug belogen hatte. Die fünf Olympiamedaillen von Sydney wurden der mittlerweile 37-Jährigen aberkannt.

Sieben Toursiege aberkannt

Armstrong war nach einem Enthüllungsbericht der USADA vom Radsport-Weltverband UCI im Oktober lebenslang gesperrt worden. Die US-Fahnder hatten ihm jahrelange systematische Dopingpraktiken nachgewiesen. Armstrong bekam deshalb auch seine sieben Toursiege aberkannt.

Finanziell geht es für Armstrong ohnehin längst ans Eingemachte. Juristische Gegner und ehemalige Sponsoren fordern nach den USADA-Enthüllungen Geld zurück, nach einem 2004 verlorenen Verleumdungsprozess verklagt ihn unter anderem die britische Sunday Times auf die Zahlung einer Millionensumme.

Diverse Sponsoren wie der Sportartikel-Konzern Nike, der Radhersteller Trek, der Brillen-Produzent Oakley und der Brauerei-Riese Anheuser-Busch sind bereits abgesprungen. Aus seiner Krebs-Stiftung Livestrong hat sich Armstrong komplett zurückgezogen. Der Tour-Veranstalter ASO dürfte zudem Preisgelder zurückfordern.

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