Radsport

Doping: Fränk Schleck rückwirkend gesperrt

SID
Fränk Schleck wurde während der Tour de France 2012 positiv getestet
© Getty

Die Anti-Doping-Agentur Luxemburgs ALAD hat Fränk Schleck für ein Jahr gesperrt. Wie die ALAD am Mittwochabend gekannt gab, gilt die Sperre rückwirkend ab dem 14. Juli 2012.

Die Anti-Doping-Agentur Luxemburgs ALAD hat Radstar Fränk Schleck für ein Jahr gesperrt. Wie die ALAD am Mittwochabend bekannt gab, gilt die Sperre rückwirkend ab dem 14. Juli 2012.

Der 32-Jährige vom Team RadioShack, der nach der 13. Etappe der Tour de France 2012 positiv auf das Diuretikum Xipamid getestet worden war, wird damit auch die kommende Frankreich-Rundfahrt (Beginn 29. Juni) verpassen.

Schleck: Enttäuscht über strenge Entscheidung

"Ich bin enttäuscht über das Urteil", sagte Schleck: "Die Entscheidung ist zu streng angesichts der Tatsache, dass auch das Gremium anerkannt hat, dass ich versehentlich ein kontaminiertes Produkt konsumiert habe. Leider sehen die Bestimmungen der UCI vor, dass auch bei unfreiwilliger Kontaminierung eine Strafe folgen muss. Das einzig Positive für mich ist, dass die Richter anerkannt haben, dass ich kein Betrüger bin."

Gegen das Urteil der ALAD können nun sowohl Schleck als auch der Radsport-Weltverband UCI sowie die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) innerhalb von 21 Tagen vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Berufung einlegen.

"Wir werden das Urteil jetzt analysieren und prüfen, ob wir Schritte dagegen einleiten werden", sagte Schleck. Im günstigsten Fall hätte Schleck mit einer Verwarnung davon kommen können, im schlechtesten mit einer zweijährigen Sperre.

Unschuld beteuert

Der ältere der beiden Schleck-Brüder, 2011 Tour-Dritter und 2006 Etappensieger in L'Alpe d'Huez, hatte bis zuletzt vor dem ALAD-Disziplinarausschuss seine Unschuld beteuert. "Ich habe nie einen Fehler begangen", sagte Schleck.

Diuretika haben zwar keine direkte leistungssteigernde Wirkung, können aber zur Maskierung von Doping-Substanzen benutzt werden. Nach der Bekanntgabe des Befundes durch die UCI hatte Schlecks RadioShack-Nissan-Team den Fahrer aus dem Rennen genommen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung