Radsport

UCI-Vergleich mit einer Bananenrepublik

SID
Pat McQuaid, Präsident der UCI rückt immer mehr in die Kritik
© spox

Der Radsport-Weltverband UCI rückt immer mehr in die Kritik. Der luxemburgische Verbandspräsident Jean Regenwetter verglich die Zustände bei der UCI mit einer Bananenrepublik.

In der "FAZ" monierte er, dass es bei der UCI schlimmer als in einer Bananenrepublik zugehe. "Im Radsport läuft es so ähnlich wie in der Republik Blatter", sagte Regenwetter. Der UCI-Kongress am Freitag sei eine reine Show gewesen. Darin hatte Präsident Pat McQuaid bestritten, dass es in der Vergangenheit Unregelmäßigkeiten bei den Dopingkontrollen des siebenmaligen Toursiegers Lance Armstrong gegeben habe.

"Es ging darum, Verbruggen eine weiße Weste zu verpassen", ergänzte Regenwetter mit Blick auf den früheren UCI-Präsidenten. Das System McQuaid sei für ihn nicht mehr tragbar. "So kommen wir nicht weiter. Ich habe das Gefühl, dass die meisten resignieren." Kritik hatte auch Radprofi David Millar, der 2004 selbst als Dopingsünder überführt worden war und seitdem für einen sauberen Sport kämpft, am Rande der WM geäußert. Es sei Zeit, dass die UCI sagt: 'Wir haben vielleicht nicht alles gegen Doping getan und entschuldigen uns'.

Der Radsport-Kalender 2012

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