Sonntag, 27.05.2012

Nur 16 Sekunden vor Rodriguez

Hesjedal gewinnt als erster Kanadier den Giro

Mit einer beeindruckenden Aufholjagd auf der letzten Etappe hat Radprofi Ryder Hesjedal als erster Kanadier in der Geschichte den Giro d'Italia gewonnen.

Ryder Hesjedal hatte am Ende 16 Sekunden Vorsprung auf Joaquim Rodriguez
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Ryder Hesjedal hatte am Ende 16 Sekunden Vorsprung auf Joaquim Rodriguez

Der 31-Jährige vom Team Garmin eroberte bei der 95. Auflage im abschließenden Einzelzeitfahren über rund 28 Kilometer durch Mailand als Sechster noch das Rosa Trikot und feierte den größten Erfolg seiner Laufbahn.

Der Gestamterfolg gelang Hesjedal ohne Etappensieg. Er setzte sich dennoch mit 16 Sekunden Vorsprung auf seinen spanischen Kontrahenten Joaquim Rodriguez aus dem Katjuscha-Team des deutschen Teamchefs Hans-Michael Holzer durch.

Gesamt-Dritter wurde der Belgier Thomas de Gendt, der den Italiener Michele Scarponi noch auf Rang vier verdrängte - somit war erstmals seit 1995 kein Akteur der Gastgeber in der Endabrechnung auf dem Podest. De Gendt hatte am Samstag die schwere Bergetappe über 218 Kilometer mit Ziel am Stilfser Joch gewonnen.

Im Zeitfahren 47 Sekunden abgenommen

"Das ist eine große Freude. Ich wusste schon, als die Fahrt begonnen hat, dass ich stark bin. Meine Fans in der Heimat haben mich unheimlich unterstützt", sagte Hesjedal. Er hatte die Spitzenposition auf der 15. Etappe an Rodriguez verloren, diesem im Zeitfahren aber 47 Sekunden abgenommen.

Den Kampf gegen die Uhr auf der 21. Etappe entschied der Italiener Marco Pinotti vor dem Briten Geraint Thomas (0:39 Minuten zurück) und Jesse Sergent aus Neuseeland (0:53) für sich.

Die Radsport-Termine 2012

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"Ich bin die Nummer eins!" Tony Martin ist am Gipfel angekommen. Bei der WM 2011 in Kopenhagen holte er sich den Sieg im Zeitfahren. Ein langer, harter Weg liegt hinter ihm
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Tony Martins Profi-Karriere begann 2008 beim Team Columbia. Sein Abitur machte der gebürtige Cottbuser 2004 auf der Sportschule in Erfurt
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Teamchef Bob Stapleton (M.) hält viel vom ausgebildeten Polizeimeister. Bei der Tour 2009 unterstützte Martin Kapitän Michael Rogers (l.)
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Bei seiner Tour-Premiere sorgte Martin für Aufsehen. Auf der 3. Etappe übernahm er die Führung in der Nachwuchswertung
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Zwölf Tage lang fuhr er im Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers durch Frankreich - zumeist im Kreis seiner Teamkollegen
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Und für das Team Columbia gab es noch mehr zu feiern: Der Brite Mark Cavendish (r.) gewann sechs Etappen und führte zwischenzeitlich die Sprintwertung an
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Erst kurz vor Paris musste Martin das Weiße Trikot wieder abgegen. Nach der 15. Etappe war Andy Schleck in der Gesamtwertung besser. Der Luxemburger wurde am Ende Zweiter
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Der persönliche Höhepunkt für Martin sollte aber noch folgen. Am vorletzten Tag kam er auf dem Mont Ventoux als Zweiter an - deutlich vor Lance Armstrong und Alberto Contador
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Die größte Stärke von Martin ist der Kampf gegen die Uhr. Bei der WM 2009 im schweizerischen Mendrisio gewann er im Zeitfahren die Bronzemedaille
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Während der Tour 2010 blieb immer mal wieder Zeit für einen Plausch mit Landsmännern wie dem Milram-Kapitän Linus Gerdemann (r.)
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Mark Cavendish (r.) weiß, bei wem er sich nach seinen Tour-Etappensiegen zu bedanken hat. Denn Martin gehört auch zu den Anfahrern für den Briten mit den schnellen Beinen
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Auch bei der Tour de France 2011 ein starkes Team: Mark Cavendish (l.) sicherte sich durch die Hilfe von Tony Martin das Grüne Trikot
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Der Deutsche war bei der Tour 2011 ebenfalls erfolgreich. Er gewann das Einzelzeitfahren. Später konnte er diesen Erfolg bei der Vuelta 2011 wiederholen
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