Sonntag, 08.04.2012

Der vierte Streich vom Belgier

Tom Boonen gewinnt Paris - Roubaix

Im Velodrom von Roubaix reckte Radprofi Tom Boonen seinen rechten Arm in den Himmel und spreizte vier Finger. Mit dieser Geste dokumentierte der 31 Jahre alte Belgier, dass er beim Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix Geschichte geschrieben hat.

Tom Boonen hat zum vierten Mal den Klassiker Paris-Roubaix gewonnen
© Getty
Tom Boonen hat zum vierten Mal den Klassiker Paris-Roubaix gewonnen

Boonen egalisierte die Rekordmarke seines Landsmanns Roger de Vlaeminck und stockte seine Trophäensammlung an Pflastersteinen für den Sieg in der sogenannten "Hölle des Nordens" auf vier "pavés" auf.

Der Fahrer des Teams Omega Pharma, der bereits 2005, 2008 und 2009 das 257,5 Kilometer lange Rennen gewonnen hatte, erreichte nach den insgesamt 27 Kopfsteinpflasterpassagen mit einer Gesamtlänge von 51,5 Kilometern nach 5:55:22 Stunden das Ziel im Radstadion von Roubaix.

Mit einem Rückstand von 1:39 Minuten auf Boonen gewann der Franzose Sebastien Turgot nach Fotofinish den Zielsprint um Platz zwei vor dem Italiener Alessandro Ballan.

53km vor dem Ziel setzt sich Boonen ab

Tom Boonen, der in seiner belgischen Heimat Kultstatus genießt, hatte sich 53 Kilometer vor dem Ziel vom Feld abgesetzt und seinen Vorsprung kontinuierlich ausgebaut. "Ich habe jeden Kilometer gezählt, es war unheimlich lang", gestand Boonen nach seiner Triumphfahrt bei seinem Lieblingsrennen überglücklich.

Boonen hatte in diesem Frühjahr bereits die Klassiker Gent-Wevelgem, den E3-Preis Harelbeke und am vergangenen Sonntag zum dritten Mal die Flandern-Rundfahrt gewonnen.

Die deutschen Fahrer spielten nur zu Beginn des in Compiegne gestarteten Klassikers eine Rolle. Grischa Janorschke aus Altenkustadt, der zwischenzeitlich zusammen mit dem Lemgoer Dominic Klemme in einer zwölfköpfigen Ausreißergruppe unterwegs war, musste nach einem Sturz im Wald von Arenberg 84 Kilometer vor dem Ziel mit dem Verdacht auf Knochenbrüche ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Radsport: Termine 2012

Tony Martin - die deutsche Radsporthoffnung in Bildern
"Ich bin die Nummer eins!" Tony Martin ist am Gipfel angekommen. Bei der WM 2011 in Kopenhagen holte er sich den Sieg im Zeitfahren. Ein langer, harter Weg liegt hinter ihm
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"Ich bin die Nummer eins!" Tony Martin ist am Gipfel angekommen. Bei der WM 2011 in Kopenhagen holte er sich den Sieg im Zeitfahren. Ein langer, harter Weg liegt hinter ihm
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Tony Martins Profi-Karriere begann 2008 beim Team Columbia. Sein Abitur machte der gebürtige Cottbuser 2004 auf der Sportschule in Erfurt
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Tony Martins Profi-Karriere begann 2008 beim Team Columbia. Sein Abitur machte der gebürtige Cottbuser 2004 auf der Sportschule in Erfurt
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Teamchef Bob Stapleton (M.) hält viel vom ausgebildeten Polizeimeister. Bei der Tour 2009 unterstützte Martin Kapitän Michael Rogers (l.)
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Bei seiner Tour-Premiere sorgte Martin für Aufsehen. Auf der 3. Etappe übernahm er die Führung in der Nachwuchswertung
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Bei seiner Tour-Premiere sorgte Martin für Aufsehen. Auf der 3. Etappe übernahm er die Führung in der Nachwuchswertung
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Zwölf Tage lang fuhr er im Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers durch Frankreich - zumeist im Kreis seiner Teamkollegen
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Zwölf Tage lang fuhr er im Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers durch Frankreich - zumeist im Kreis seiner Teamkollegen
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Und für das Team Columbia gab es noch mehr zu feiern: Der Brite Mark Cavendish (r.) gewann sechs Etappen und führte zwischenzeitlich die Sprintwertung an
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Und für das Team Columbia gab es noch mehr zu feiern: Der Brite Mark Cavendish (r.) gewann sechs Etappen und führte zwischenzeitlich die Sprintwertung an
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Erst kurz vor Paris musste Martin das Weiße Trikot wieder abgegen. Nach der 15. Etappe war Andy Schleck in der Gesamtwertung besser. Der Luxemburger wurde am Ende Zweiter
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Erst kurz vor Paris musste Martin das Weiße Trikot wieder abgegen. Nach der 15. Etappe war Andy Schleck in der Gesamtwertung besser. Der Luxemburger wurde am Ende Zweiter
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Der persönliche Höhepunkt für Martin sollte aber noch folgen. Am vorletzten Tag kam er auf dem Mont Ventoux als Zweiter an - deutlich vor Lance Armstrong und Alberto Contador
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Der persönliche Höhepunkt für Martin sollte aber noch folgen. Am vorletzten Tag kam er auf dem Mont Ventoux als Zweiter an - deutlich vor Lance Armstrong und Alberto Contador
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Die größte Stärke von Martin ist der Kampf gegen die Uhr. Bei der WM 2009 im schweizerischen Mendrisio gewann er im Zeitfahren die Bronzemedaille
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Während der Tour 2010 blieb immer mal wieder Zeit für einen Plausch mit Landsmännern wie dem Milram-Kapitän Linus Gerdemann (r.)
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Während der Tour 2010 blieb immer mal wieder Zeit für einen Plausch mit Landsmännern wie dem Milram-Kapitän Linus Gerdemann (r.)
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Mark Cavendish (r.) weiß, bei wem er sich nach seinen Tour-Etappensiegen zu bedanken hat. Denn Martin gehört auch zu den Anfahrern für den Briten mit den schnellen Beinen
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Auch bei der Tour de France 2011 ein starkes Team: Mark Cavendish (l.) sicherte sich durch die Hilfe von Tony Martin das Grüne Trikot
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Auch bei der Tour de France 2011 ein starkes Team: Mark Cavendish (l.) sicherte sich durch die Hilfe von Tony Martin das Grüne Trikot
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Der Deutsche war bei der Tour 2011 ebenfalls erfolgreich. Er gewann das Einzelzeitfahren. Später konnte er diesen Erfolg bei der Vuelta 2011 wiederholen
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