John Degenkolb will Top-Ergebnis bei Paris-Roubaix

Ein Koala in der "Hölle des Nordens"

SID
Freitag, 06.04.2012 | 12:38 Uhr
Paris–Roubaix ist das berühmteste klassische Eintagesrennen des Radsports
© Getty
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In der "Hölle des Nordens" soll der kleine Koalabär den Unterschied ausmachen. Der goldene Anhänger an der Halskette von John Degenkolb soll den Klassiker-Jäger vor Defekten und Stürzen am Ostersonntag beim martialischen Ritt über das Kopfsteinpflaster von Paris-Roubaix schützen. Seine Schwester hat ihm den Glücksbringer von einem Australien-Urlaub mitgebracht.

Bei der Flandern-Rundfahrt am vergangenen Sonntag war das Mitbringsel seiner Aufgabe noch nicht ganz nachgekommen. Degenkolb stürzte gut 30 Kilometer vor dem Ziel, die Kette sprang runter, das Rennen war gelaufen. Bei seinem Lieblingsrennen, der Königin der Klassiker, soll alles anders werden. "Ich lebe für dieses Rennen", sagt Degenkolb.

Eine durchaus schmerzhafte Art zu leben ist das natürlich schon. Über 257,5 Kilometer geht es zwar auf flacher Strecke von Compiegne bis ins Velodrom von Roubaix, doch die brutalen Kopfsteinpflasterpassagen haben schon so manchen Favoriten in die Verzweiflung getrieben. Spitz ragen die teilweise schädelgroßen Felsbrocken im Wald von Arenberg, dem Mons-en-Pevele oder dem Carrefour de L'Abre aus den Feldwegen. 27 dieser sogenannten Paves haben die Organisatoren dieses Jahr integriert, über 50 Kilometer Kopfsteinpflaster verlangen den Profis alles ab.

Nur ein deutscher Sieger

Degenkolb ist heiß auf Roubaix, nachdem er im vergangenen Jahr bei seinem Debüt schon Platz 19 erreicht hat. "Das wird ein richtiger Knaller. Für mich heißt es hopp oder topp, alles oder nichts. Ich bin voll im Klassikermodus", sagt der 23-Jährige.

Auf einen deutschen Sieg zu hoffen, wäre jedoch vermessen. Nur in Ausnahmefällen gelingt es Fahrern, sich schon in jungen Jahren den Siegerpokal - natürlich ein Pflasterstein - abzuholen. Und so wird es wohl vorerst dabei bleiben, dass Josef Fischer der einzige deutsche Sieger des Rennens bleibt. Er gewann 1896 die erste Auflage.

Auf einen Rekord hofft derweil Tom Boonen. Der belgische Volksheld ist derzeit in der Form seines Lebens, gewann den E3 Preis von Flandern, Gent-Wevelgem und die Flandern-Rundfahrt. Nach dem Ausfall von Fabian Cancellara gilt "Tommeke" als haushoher Favorit. Mit dem vierten Sieg würde Boonen mit Rekordhalter Roger de Vlaeminck gleichziehen.

Holz am Helm

"Das scheint das Jahr der Rekorde für mich zu sein. Doch bei Paris-Roubaix kann alles passieren", sagt Boonen - und weiß wovon er spricht. Im vergangenen Jahr stand er minutenlang mit einem Plattfuß im Wald von Arenberg, kein Materialmotorrad kam zu ihm durch.

Ob Boonen da auch einen Glücksbringer hatte, ist nicht bekannt. Degenkolb geht jedenfalls auf Nummer sicher, denn er gesteht: "Ein bisschen abergläubisch bin ich ja." Deshalb hat er sich doppelt abgesichert und noch ein kleines Stück Holz an seinen Helm geklebt. Falls dem Koala das Kopfsteinpflaster nicht bekommt.

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