Radsport

Bradley Wiggins gewinnt Paris-Nizza

SID
Gewann als zweiter Brite überhaupt die Radrundfahrt Paris-Nizza: Bradley Wiggins (gelbes Trikot)
© Getty

Bradley Wiggins hat 45 Jahre nach Tom Simpson als zweiter Brite die Radfernfahrt Paris-Nizza gewonnen. Der 31 Jahre alte Sky-Kapitän siegte im abschließenden Zeitfahren über 9,6 Kilometer von Nizza auf den Col d'Eze mit zwei Sekunden Vorsprung vor Lieuwe Westra.

In der Gesamtwertung verwies Wiggins den nach acht Etappen nur acht Sekunden langsameren Niederländer ebenfalls auf Platz zwei. Für Wiggins ist es seit dem Gewinn des Criterium du Dauphine im vergangenen Jahr der zweite Gesamterfolg bei einem wichtigen Etappenrennen.

Tony Martin als Helfer

Vorjahressieger Tony Martin (Cottbus) hatte seine Hoffnungen auf eine Wiederholung seines Erfolges bereits nach der zweiten Etappe begraben. In der Endabrechnung belegte der Zeitfahrweltmeister, der größtenteils Helferdienste verrichtete, Platz 62 mit 19:02 Minuten Rückstand. Bester Deutscher war letztlich Andreas Klöden (Mittweida) auf Rang 18, der allerdings 6:11 Minuten Rückstand auf den Sieger aufwies.

Wiggins hatte das Gelbe Trikot auf der zweiten Etappe übernommen, als er bei einer Windkante aufmerksam fuhr und in einer 21 Fahrer großen Spitzengruppe das Ziel erreichte. Auch auf der Königsetappe mit dem schweren Schlussanstieg in Mende hatte sich der Zeitfahrspezialist nicht abhängen lassen.

Sein Landsmann Simpson hatte beim "Rennen zur Sonne" 1967 triumphiert. Wenige Monate später starb der Ex-Weltmeister aus dem Nordosten Englands während der Tour de France kurz vor dem Gipfel des Mont Ventoux. Der völlig entkräftete Simpson hatte einen Cocktail aus Alkohol und Aufputschmitteln zu sich genommen.

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