"Hohe Kunst besteht darin, den Titel zu wiederholen"

Martin: Olympiasieg das große Ziel

Von dapd
Donnerstag, 22.09.2011 | 13:05 Uhr
Zeitfahrweltmeister Tony Martin hat sich mit Olympia ein neues Ziel gesteckt
© Getty
Advertisement
NBA
Live
Timberwolves @ Spurs
Kremlin Cup Women Single
WTA Moskau: Viertelfinale
BGL Luxembourg Open Women Single
WTA Luxemburg: Viertelfinale
European Challenge Cup
Gloucester -
Agen
NHL
Lightning @ Blue Jackets
NBA
Knicks @ Thunder
If Stockholm Open Men Single
ATP Stockholm: Viertelfinale
European Open Men Single
ATP Antwerpen: Viertelfinale
Kremlin Cup Women Single
WTA Moskau: Halbfinale
BGL Luxembourg Open Women Single
WTA Luxemburg: Halbfinale
Kremlin Cup Men Single
ATP Moskau: Viertelfinale
German Darts Masters
German Darts Masters: Tag 1
European Rugby Champions Cup
Scarlets -
Bath
NBA
Cavaliers @ Bucks
Kremlin Cup Women Single
WTA Moskau: Finale
If Stockholm Open Men Single
ATP Stockholm: Halbfinale
European Open Men Single
ATP Antwerpen: Halbfinale
German Darts Masters
German Darts Masters: Tag 2 -
Session 1
Kremlin Cup Men Single
ATP Moskau: Halbfinale
BGL Luxembourg Open Women Single
WTA Luxemburg: Finale
German Darts Masters
German Darts Masters: Tag 2 -
Session 2
European Rugby Champions Cup
Saracens -
Ospreys
European Challenge Cup
Stade Francais -
London Irish
NBA
Warriors @ Grizzlies
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 1
BSL
Fenerbahce -
Gaziantep
If Stockholm Open Men Single
ATP Stockholm: Finale
Kremlin Cup Men Single
ATP Moskau: Finale
European Open Men Single
ATP Antwerpen: Finale
ACB
Real Madrid -
Malaga
NBA
Hawks @ Nets
NHL
Canucks @ Red Wings
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 2
NBA
Warriors @ Mavericks
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 3
Basketball Champions League
Ludwigsburg -
Neptunas
Basketball Champions League
Bonn -
Nymburk
NHL
Oilers @ Penguins
NBA
Knicks @ Celtics
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 4
Basketball Champions League
Olimpija -
Bayreuth
Basketball Champions League
Oldenburg -
Karsiyaka
NBA
Pacers @ Thunder
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 5
European Championship
European Darts Championship: Tag 1
NBA
Celtics @ Bucks
NHL
Stars @ Oilers
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Viertelfinale
European Championship
European Darts Championship: Tag 2 -
Session 1
European Championship
European Darts Championship: Tag 2 -
Session 2
Pro14
Connacht -
Munster
Premiership
Sale -
Exeter
NBA
Thunder @ Timberwolves
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Halbfinale
European Championship
European Darts Championship: Tag 3
NBA
Cavaliers @ Pelicans
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Finale
European Championship
European Darts Championship: Tag 4 -
Session 1
BSL
Galatasaray -
Fenerbahce
Premiership
Bath – Gloucester
ACB
Valencia -
Gran Canaria
European Championship
European Darts Championship: Tag 4 -
Session 2
NBA
Spurs @ Pacers
NHL
Ducks @ Hurricanes
NHL
Bruins @ Blue Jackets
NBA
Spurs @ Celtics
Basketball Champions League
Aris -
Bonn

Tony Martin hat nach seiner Goldfahrt bei den Weltmeisterschaften in Kopenhagen schon das nächste Karriereziel ausgemacht: Er will bei Olympia siegen.

Am Tag nach seiner Goldfahrt saß Tony Martin schon wieder auf dem Rad. Mit jener Besessenheit, mit der er König Fabian Cancellara bei den Weltmeisterschaften in Kopenhagen vom Thron gestoßen hatte, nahm er seine Arbeit am Donnerstag wieder auf. Die Feier am Abend zuvor war kurz ausgefallen. Ein Gläschen Champagner, ansonsten stand Selters auf der Getränkekarte des dritten deutschen Zeitfahr-Weltmeisters nach Jan Ullrich und Bert Grabsch. Einen weltmeisterlichen Empfang hatte es aber sehr wohl gegeben. Als Martin zum Bankett erschienen war, erhob sich der komplette Saal zu Standing Ovations.

In der Stunde des größten Triumphes dachte Martin aber bereits an seine nächsten Ziele. "Einmal Weltmeister zu werden, ist einfach. Die hohe Kunst besteht darin, den Titel zu wiederholen, wie es Fabian geschafft hat", sagte der 26-Jährige, der mit über einer Minute Vorsprung - eine halbe Ewigkeit im Radsport - vor dem Briten Bradley Wiggins und eben Cancellara in seiner Spezialdisziplin triumphiert hatte.

"War die Generalprobe für London"

Die Olympischen Spiele 2012 sind nun das große Ziel des in Cottbus geborenen Wahl-Schweizers. "Kopenhagen war die Generalprobe für London. Die Voraussetzungen sind mit einer dreiwöchigen Rundfahrt als Vorbereitung ähnlich, auch wenn der Ergebnisdruck bei der Tour nächstes Jahr ein anderer ist. Ich muss mir nun einen guten Plan für die nächste Saison und die nächsten Jahre machen", ergänzte Martin mit Blick auf den nächsten Karriere-Höhepunkt.

Denn Cancellara will nächstes Jahr zurückschlagen. "Ich bin keine Maschine und war nicht bei 100 Prozent. Aber Roger Federer gibt doch auch nicht auf, nur weil Nadal, Djokovic oder Tsonga da sind. Das ist jetzt die Herausforderung", erklärte der Schweizer, der nicht sehr glücklich dreinschaute, als Martin sagte, dass ein dritter Platz ein gutes Ergebnis sei.

Martin versus Cancellara - dieses Duell wird in den kommenden Jahren den Radsport im Zeitfahren wohl weiter bestimmen. Von einer neuen Ära wollte keiner der beiden sprechen. Er habe nun seinen Weg gefunden. Im Kampf gegen die Uhr will Martin seine Erfolge feiern, von einer Top-Platzierung bei der Tour de France hat er "nach all den Enttäuschungen" vorerst Abschied genommen. Die Entscheidung, sich ganz auf das Zeitfahren zu konzentrieren, habe enormen Druck erzeugt: "Wäre das hier in die Hose gegangen, wäre ich wieder ins Zweifeln gekommen."

Aldag: "WM-Titel als Initialzündung"

Zweifeln muss er nun nicht mehr. "Jetzt kann er eine Sache mal abhaken", sagte sein Sportdirektor Rolf Aldag, der ihm womöglich auch zum neuen Team Omega Pharma-Quick-Step folgen wird. "So ein WM-Titel kann auch eine Initialzündung sein und die Karriere weiter anschieben."

Ein Schlüsselmoment in dieser Saison sei für Martin die Traditions-Rundfahrt Paris-Nizza gewesen, die er im Frühjahr erstmals gewann. "Danach konnte die Saison nicht mehr schlecht laufen", betont Martin, der in dieser Saison sieben seiner neun Siege im Zeitfahren holte. "Dass ich dann alles abgeschossen habe, hat mich noch selbstbewusster gemacht."

Mit diesem Selbstbewusstsein will er nun seinen neuen Job in Belgien antreten. In den Vertragsverhandlungen hat er sich alle Freiheiten einräumen lassen. Eine Schlüsselrolle bei der Tour muss er nicht einnehmen, kann er aber, was ihm recht ist: "Vielleicht klappt es druckfrei ja eher mit einer Top-Ten-Platzierung."

Zum Radsport auf SPOX

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung