Tour de Suisse 2001

UCI verheimlichte positive Armstrong-Probe

SID
Montag, 23.05.2011 | 10:31 Uhr
Ein positiver Dopingbefund von Lance Armstrong soll vom UCI verheimlicht worden sein
© Getty
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Der Radsport-Weltverband UCI soll eine positive Dopingprobe des siebenmaligen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong von der Tour de Suisse 2001 verheimlicht haben.

Der Radsport-Weltverband UCI soll eine positive Dopingprobe des siebenmaligen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong von der Tour de Suisse 2001 verheimlicht haben.

Das behauptete Armstrongs früherer Teamkollege Tyler Hamilton in der Sendung "60 Minutes" im US-Sender "CBS". "Ich weiß, dass er einen positiven Test hatte. Er hat es mir mal ganz nebenbei erzählt und wirkte dabei total entspannt. Er hat sogar darüber gelacht", sagte der zweimal des Dopings überführte Zeitfahr-Olympiasieger von 2004.

Laut UCI kein positives Testergebnis

Der Verband soll das Testergebnis seinerzeit bewusst nicht öffentlich gemacht haben. "Ich kenne nicht alle Details, aber Leute aus Lances Team und Leute von der anderen Seite, ich glaube Leute aus dem Verband, haben einen Weg gefunden, darüber hinwegzusehen. Das hat Lance mir erzählt", sagte Hamilton weiter.

"CBS" führte als Beleg die Aussage eines Schweizer Laborleiters an die amerikanische Bundespolizei FBI an, wonach ein UCI-Mitglied dem fraglichen Test keine Konsequenzen folgen lassen wollte und stattdessen nur ein Treffen mit Armstrong anberaumte.

Die UCI teilte jedoch mit, dass es von 2001 bis 2003 keinen positiven Test von Armstrong gegeben habe: "Und die Wahrscheinlichkeit einer Vertuschung ist gleich Null." Armstrongs Anwalt Mark Fabiani warf CBS einen "Mangel an journalistischer Fairness" und "Sensationsberichterstattung" vor.

Armstrong: Aussagen sind falsch, Berichte unwahr

Am Wochenende war neben Hamilton auch Armstrongs langjähriger Teamkollege George Hincapie mit neuen Dopingvorwürfen gegen den Texaner zitiert worden. Hincapie soll laut "CBS" bei den Ermittlungsbehörden ausgesagt haben, Augenzeuge der Dopingpraktiken Armstrongs gewesen zu sein.

Hincapie dementierte die Aussagen jedoch über Twitter: "Ich kann nichts kommentieren, was mit den laufenden Ermittlungen zu tun hat. Ich kann nur sagen, dass ich nicht mit 'CBS' gesprochen habe. Ich habe keine Ahnung, woher die ihre Informationen haben." "CBS" wollte die Quelle nicht nennen.

Armstrong stritt sämtliche Anschuldigungen auf seiner Internetseite energisch ab: "Wir sind zuversichtlich, dass die Aussagen, die Hincapie gemacht haben soll, falsch und die Berichte unwahr sind."

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