Radsport

Keine Sonderbehandlung für Contador

SID
Im Februar soll Klarheit im Fall Alberto Contador herrschen
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Nachdem der UCI das Verfahren um Alberto Contador an den spanischen Verband weitergeleitet hat, wird das Verfahren eröffnet. Damit folgt der Verband einer Richtlinie der UCI.

Der spanische Radsportverband RFEC leitet ein Verfahren gegen zweimaligen Tour-de-France-Sieger Alberto Contador ein. Damit folgt der Verband einer Richtlinie des UCI.

"Es wird für Contador keine bevorzugte Behandlung geben. Die Regeln gelten für alle in gleicher Weise. Wenn Alberto dagegen verstoßen hat, muss er dafür gerade stehen.", sagte RFEC-Präsident Juan Carlos Castano der spanischen Sportzeitung "Marca"

Kritik am Zeitplan

Allerdings kritisierte der RFEC-Präsident vorsorglich schon einmal die geringe Bearbeitungszeit. Man habe von der UCI sechs E-Mails mit umfangreichen Dokumenten erhalten. Man werde es in diesem Zeitraum nicht schaffen, alle Akten zu lesen. Die Dokumentation sei einfach zu umfangreich.

Sollte Contador gesperrt werden, dürfte ihm sein dritter Toursieg aberkannt und dem Luxemburger Andy Schleck zugesprochen werden. Es wäre das zweite Mal nach Floyd Landis 2006, dass die Siegerliste des größten Radrennens der Welt wegen eines Dopingfalls korrigiert werden muss.

Schleck stärkt Contador den Rücken

Schleck hatte Contador kürzlich überraschend den Rücken gestärkt. "Ich glaube nicht, dass er etwas gemacht hat, aber ich entscheide das nicht", sagte der 25-Jährige.

Er könne nur sagen, dass er auf Contadors Unschuld hoffe und ihm glaube. Einen nachträglichen Toursieg will er nicht annehmen: "Ich bin nicht im Gelben Trikot nach Paris gefahren. Ich bin immer noch Zweiter."

Auch sein künftiger Teamchef Bjarne Riis geht davon aus, dass Contador nicht bestraft wird. Ich glaube, dass Contador entlastet wird", sagte der Toursieger von 1996 der Zeitung Politiken. Er sei überzeugt, dass Contador ein sauberer Fahrer sei.

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