Samstag, 10.07.2010

Radsport

Sponsorensuche bei Milram bislang erfolglos

Die Sponsorensuche beim letzten deutschen ProTour-Rennstall Milram ist bislang ohne Erfolg. Am zweiten Ruhetag der Tour de France soll Klarheit über die Zukunft herrschen.

Der deutsche Rennstall Milram kämpft um seine Zukunft
© sid
Der deutsche Rennstall Milram kämpft um seine Zukunft

Die Sponsorensuche beim letzten verbliebenen deutschen ProTour-Rennstall Milram ist bislang erfolglos geblieben. "Aktuell habe ich kein Blatt, wo eine Unterschrift draufsteht", sagte Teamchef Gerry van Gerwen, der am zweiten Ruhetag der Tour de France in Pau endgültig für Klarheit sorgen will: "Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Es laufen viele Gespräche. Das dauert alles sehr lange. Aber in Pau sagen wir Bescheid, wie es weitergeht."

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, soll nun ein letzter Versuch unternommen werden, den bisherigen Geldgeber Nordmilch zu einem weiteren Engagement zu bewegen.

Dabei ist auch von einem Fortbestand des Teams eine Klasse tiefer auf ProContinental-Status die Rede. "Der Einzige, der uns kurzfristig helfen kann, ist Milram. Es gibt noch Gespräche. Mehr kann ich dazu nicht sagen", ergänzt van Gerwen. Seit 2006 finanziert die Nordmilch AG den Rennstall mit rund acht Millionen Euro pro Jahr.

"Das ist alles nicht einfach"

Die Sponsorensuche gestalte sich insgesamt sehr schwierig. "Es gibt viele Gespräche. Termine werden immer wieder verschoben. Das ist alles nicht einfach", erklärt van Gerwen, der unter Zeitdruck steht. Schließlich werden bei der Tour stets die Personalplanungen für die kommende Saison gemacht.

Kapitän Linus Gerdemann wird mit dem neuen Rennstall aus Luxemburg in Verbindung gebracht, für den in der kommenden Saison auch die beiden Schleck-Brüder Andy und Frank fahren werden.

Sprinter Gerald Ciolek soll unterdessen vor einer Rückkehr zum Team Columbia stehen, wo er seinen Landsmann Andre Greipel ersetzen könnte. Greipel, der nach Siegen erfolgreichste Radprofi des Jahres, dürfte Columbia verlassen, da an Starsprinter Mark Cavendish kein Weg vorbei führt.

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