Sonntag, 06.06.2010

Radsport - Luxemburg-Rundfahrt

Armstrong wird Gesamtdritter

Lance Armstrong hat bei der Luxemburg-Rundfahrt aufsteigende Form bewiesen. Obwohl sich der 38-Jährige auf der letzten Etappe zurückhielt, wurde er in der Gesamtwertung dritter.

Lance Armstrong fährt seit diesem Jahr für sein mitgegründetes Team RadioShack
© Getty
Lance Armstrong fährt seit diesem Jahr für sein mitgegründetes Team RadioShack

Der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong hat die Luxemburg-Rundfahrt auf dem dritten Platz beendet und damit vier Wochen vor dem Tour-Start in Rotterdam aufsteigende Form bewiesen.

"2010 war bislang ein Jahr mit Geschwindigkeitsbegrenzungen für mich, aber meine Beine sind überraschend gut. In der Vorbereitung ist es immer wichtig, ein Rennen zu gewinnen oder auf dem Podium zu stehen", sagte der 38-Jährige und präsentierte sich bei der fünftägigen Rundfahrt im Großherzogtum in bester Laune: "Ich will nicht lügen. Ich bin bei den Anstiegen relativ einfach mitgekommen. Es ist lange her, dass ich dazu imstande war."

Auf der vierten und letzten Etappe von Mersch nach Luxemburg, die wegen eines Unwetters auf 134,1 km verkürzt worden war, hielt sich der 38-Jährige zurück und erreichte erst nach dem Hauptfeld das Ziel. Auswirkungen hatte dies aber nicht auf die Gesamtwertung, da die Rennjury wegen des Unwetters die Etappe nicht wertete.

Das letzte Teilstück gewann der Spanier Gorkar Izaguirre vor dem Russen Sergej Iwanow. Der Gesamtsieg ging an den Italiener Matteo Carrara, der in der Endabrechnung eine Sekunde vor dem Luxemburger Frank Schleck lag.

Patrik Sinkewitz auf Platz 14

Für den einstigen Doping-Kronzeugen Patrik Sinkewitz, der nach achtmonatiger Rennpause sein Comeback gegeben hatte, stand am Ende ein 14. Platz in der Gesamtwertung zu Buche. "Es ist schön, wieder dabei zu sein. Am Anfang war es in einer Gruppe von 100 Fahrern noch ein wenig ungewohnt, aber dann war es doch wie früher", sagte Sinkewitz, der eine Veränderung im Radsport festgestellt haben will:

"Radprofis sind nicht doof. Der Radsport hat sich geändert. Ich habe viel gelernt, vielleicht mehr als alle anderen."

Sinkewitz (Künzell) hatte erst Ende vergangener Woche einen Vertrag beim italienischen Team ISD-Neri unterschrieben. Zuvor hatte sich der frühere Sieger der Deutschland-Tour monatelang vergeblich um einen neuen Arbeitgeber bemüht. Beim Drittdivisionär PSK hatte Sinkewitz wegen Etatkürzungen keinen neuen Vertrag erhalten.

Lance Armstrong lässt Zukunft offen

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