Sonntag, 13.06.2010

Radsport

Contador und Martin überzeugen in Tour-Form

Knapp drei Wochen vor Tour-de-France-Beginn hat sich sowohl Radprofi Alberto Contador bei der Dauphine Libere, als auch Tony Martin bei der Tour de Suisse in Top-Form präsentiert.

Überzeugt in Tour-Form: Radprofi Alberto Contador
© Getty
Überzeugt in Tour-Form: Radprofi Alberto Contador

Alberto Contador triumphierte im legendären Alpe d'Huez, Tony Martin raste zum Auftakt der Tour de Suisse auf das Podest - nur die Form des siebenmaligen Toursiegers Lance Armstrong bleibt ein großes Rätsel.

Während der Vorjahrssieger aus Spanien und die deutsche Radsport-Hoffnung knapp drei Wochen vor der Tour de France bereits gut gerüstet sind, fuhr Armstrong beim verregneten Prolog in der Schweiz hinterher, hatte aber großen Anteil an Contadors Tagessieg bei der Dauphine Libere.

"Die Geschichte dieses Berges hat mich definitiv motiviert. Ich habe mir vor dem Rennen alte Videos von den Siegen von Marco Pantani und Lance Armstrong angeschaut", sagte Contador nach seinem Erfolg auf dem mysthischen Berg, den er erstmals in einem Rennen bewältigt hatte. "Ich wollte einfach gewinnen, weil es Alpe d'Huez war."

Trotz Etappensieg hinter Brajkovic

Contador verwies den Slowenen Janez Brajkovic (RadioShack) bei seinem achten Saisonsieg auf Platz zwei. In der Gesamtwertung lag Brajkovic am Ende allerdings 1:41 Minuten vor Contador. Milram-Profi Christian Knees (Euskirchen) wurde Zwölfter.

Martin musste sich beim 7,6 km langen Auftakt in Lugano nur Weltmeister und Olympiasieger Fabian Cancellara sowie Roman Kreuziger geschlagen geben. "Leider hat es zwischendurch immer wieder mal geregnet, so dass die Straßen stellenweise nass waren. Das machte das Zeitfahren ein bisschen zu einem Lotteriespiel", schrieb Martin in seinem Tagebuch beim Internetdienst Radsport-News. "Ich bin dann in der Abfahrt nicht volles Risiko gegangen."

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Lediglich eine Sekunde fehlte Martin auf den Tschechen Kreuziger. "Als guter Abfahrer und technisch starker Fahrer hat Cancellara wohl in der Abfahrt und auf dem letzten flachen Kilometer die entscheidenden Sekunden herausgeholt."

Armstrong und sein RadioShack-Teamkollege Klöden (Cottbus) hatten keine Gelegenheit, ihre Form zu demonstrieren. Beide starteten im Regen, ließen in der Abfahrt Vorsicht walten und verloren eine halbe Minute. Zuvor hatte Armstrong noch angekündigt: "Schaut euch Klödi an. Der wird über den Kurs fliegen."

Cancellara: "Ich habe einfach alles gegeben"

Letztlich flog nur einer über die Strecke, und das war Top-Favorit Fabian Cancellara. Der Berner lag zur Hälfte des Rennens am Ende des Anstiegs noch zurück, pulverisierte mit einer waghalsigen Abfahrt jedoch die Zeiten der Konkurrenz. "Das war teilweise ganz schön rutschig, aber ich habe einfach alles gegeben", sagte Cancellara.

Derweil nimmt der vermeintliche Skandal um Cancellaras angebliches Motor-Doping kein Ende. Ein italienischer Richter hat jetzt aufgrund einer Anzeige des vom Vatikan unterstützten Teams Amore e Vita ein Betrugsverfahren eröffnet. Cancellara äußerte sich nicht, hatte in Armstrong allerdings einen Fürsprecher: "Er hat zwei Motoren an seinem Rad. Sein linkes und sein rechtes Bein. Ende der Geschichte."

Spekulationen um Motor in Rad

Der italienische Ex-Profi Davide Cassani hatte in einem mittlerweile mehr als zwei Millionen Mal angesehenen Video spekuliert, Cancellara könnte bei seinen Siegen bei der Flandern-Rundfahrt und bei Paris-Roubaix einen Motor in seinem Fahrrad gehabt haben.

Für die UCI ist das Thema allerdings erledigt. "Wir haben mit Cassani gesprochen und er hat zugegeben, nicht ehrlich gewesen zu sein", sagte UCI-Präsident Pat McQuaid dem SID: "Er hatte im Video gesagt, die Batterie für den Motor sei im Rahmen versteckt gewesen. Uns sagte Cassani, dass sie aufgrund der Größe in der Trinkflasche war."

Richter eröffnet Verfahren wegen Motor-Dopings


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