Radsport

McQuaid bestätigt Spende von Armstrong an UCI

SID
Lance Armstrong gab im vergangenen Jahr sein Comeback
© Getty

Eine Spende des siebenmaligen Tour-Siegers Lance Armstrong an den Radsport-Weltverband UCI in Höhe von 100.000 Dollar wirft Fragen nach einem Interessenskonflikt auf.

Eine Spende des siebenmaligen Tour-Siegers Lance Armstrong an den Radsport-Weltverband UCI in Höhe von 100.000 Dollar wirft Fragen nach einem Interessenskonflikt auf. UCI-Präsident Pat McQuaid bestätigte der Nachrichtenagentur "afp" den Eingang einer Spende des US-Amerikaners für das Welt-Radsport-Zentrum im schweizerischen Aigle.

"2002, direkt nach der Eröffnung, besuchten Lance Armstrong und Johan Bruyneel die Einrichtung und zeigten sich beeindruckt. Armstrong hat dann eine Spende von 100.000 Dollar zur Entwicklung des Radsports angeboten", sagte McQuaid. Für das Geld sei dann eine Maschine zur Analyse von Blutproben angeschafft worden.

Das Geld sei dann aber zunächst nicht eingegangen. "Drei Jahre später haben wir festgestellt, dass das Geld immer noch nicht eingegangen ist. Wir haben dann die Firma informiert, die Armstrongs Finanzen managt. Daraufhin wurde das Geld zügig bezahlt", erklärte McQuaid.

Landis spricht von "finanziellem Abkommen"

Im Zusammenhang mit dem umfassenden Dopinggeständnis von Floyd Landis und den darin erhobenen schweren Vorwürfen gegen Armstrong birgt diese nun bestätigte Spende eine gewisse Brisanz. Landis behauptete, Armstrong habe ihm erzählt, er sei bei der Tour de Suisse 2002 "positiv auf Epo" getestet worden und habe dann ein "finanzielles Abkommen" mit dem damaligen UCI-Chef Hein Verbruggen getroffen, um den Test verschwinden zu lassen.

McQuaid wies darauf hin, dass die UCI unter dem Vorsitz seines Vorgängers Verbruggen keine Möglichkeit gehabt hätte, einen positiven EPO-Test bei Armstrong zu verschleiern.

Rechtliche Schritte gegen Landis

Der Ire McQuaid habe alle infrage kommenden Labors kontaktiert, die über einen solchen positiven Test zu dieser Zeit hätten informiert sein müssen.

"Alle uns vorliegenden Informationen zeigen klar und deutlich, dass es meinem Vorgänger unmöglich war, einen positiven Dopingtest zu verschleiern", sagte McQuaid.

Die UCI hatte im Zusammenhang mit den Aussagen von Landis bereits rechtliche Schritte angekündigt und erklärt, "dass sie nie ein positives Testresultat verändert oder verheimlicht hat". Der Verband hatte außerdem verlauten lassen, dass Armstrong 2002 nicht an der Tour de Suisse teilgenommen habe.

Landis-Beichte sorgt für Sturm der Entrüstung

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