Radsport

Gerdemann verpasst Giro-Etappensieg nur knapp

SID
Mittwoch, 19.05.2010 | 17:23 Uhr
Linus Gerdemann (l.) verpasste den Etappensieg nur knapp
© Getty
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Milram-Kapitän Linus Gerdemann hat seinen ersten Giro-Etappensieg denkbar knapp verpasst. Der Münsteraner wurde erst kurz vor dem Ziel eingeholt, der Russe Jewgeni Petrow siegte.

An einem denkwürdigen Tag ist für Milram-Kapitän Linus Gerdemann der Traum vom ersten Giro-Etappensieg wenige hundert Meter vor dem Zielstrich geplatzt.

Nach einer Attacke wurde der frühere Deutschland-Toursieger erst kurz vor dem Ziel noch eingeholt und musste sich am Ende der längsten Etappe der 93. Italien-Rundfahrt nach 262km von Lucera nach L'Aquila mit dem sechsten Platz begnügen. Es siegte der Russe Jewgeni Petrow vor dem Italiener Dario Cataldo und Ex-Toursieger Carlos Sastre (Spanien).

Dennoch gehörte Gerdemann zu den Gewinnern eines verregneten Tages. Denn der gebürtige Münsteraner gehörte einer der größten Ausreißergruppen in der Geschichte des Giros an, die das Gesamtklassement komplett auf den Kopf stellte und den Kasachen Alexander Winokurow aus dem Rosa Trikot fuhr.

Bereits nach gut 20km hatte sich die 56 Fahrer starke Fluchtgruppe vom Rest des Feldes abgesetzt und am Ende einen Vorsprung von 12:43 Minuten auf Winokurow und einem Großteil der Topfavoriten herausgefahren.

Porte im Rosa Trikot

Damit übernahm der Australier Richie Porte vom Saxo-Bank-Team das Rosa Trikot des Gesamtersten. Auf die Plätze zwei und drei verbesserten sich David Arroyo (Spanien) und der Kroate Robert Kiserlovski.

Gerdemann liegt nur noch 5:34 Minuten zurück und kletterte vom 21. auf den siebten Platz. Auch Ex-Toursieger Carlos Sastre ist wieder gut im Geschäft, während Winokurow nun gut zehn Minuten zurückliegt.

Die Etappe war dabei den 308 Erdbebenopfern gewidmet, die am 6. April vorigen Jahres bei der Naturkatastrophe ums Leben gekommen sind.

Am Donnerstag wird der Giro mit der zwölften Etappe von Citta Sant'Angelo nach Porto Recanati fortgesetzt. Dabei geht es überwiegend über flaches Terrain. Lediglich zwei Bergwertungen der dritten Kategorie sind zu bewältigen.

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