Radsport

Voigt verpasst Tagessieg um drei Sekunden

SID
Sonntag, 07.03.2010 | 17:34 Uhr
Im Jahr 2009 belegte Voigt den sechsten Platz in der Gesamtwertung der Rundfahrt Paris-Nizza
© Getty
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Jens Voigt hat den Prolog-Sieg bei der Fernfahrt Paris-Nizza nur knapp verpasst. Der Berliner überquerte drei Sekunden nach dem Niederländer Lars Boom als Zweiter die Ziellinie.

Der Berliner Jens Voigt hat seinen ersten Saisonsieg nur hauchdünn verpasst. Der 38-Jährige fuhr beim Prolog der Fernfahrt Paris-Nizza über acht Kilometer in Montfort l'Amaury auf den zweiten Platz und blieb dabei nur drei Sekunden hinter dem niederländischen Tagessieger Lars Boom.

Topfavorit Alberto Contador (Spanien) landete sechs Sekunden zurück auf dem vierten Platz. Die deutsche Tour-Hoffnung Tony Martin wusste dagegen nicht zu überzeugen und musste sich mit einem Rückstand von 41 Sekunden mit dem 65. Platz begnügen.

UCI und AFLD im Clinch

Im Vorfeld des Rennens hatte der erneute Streit zwischen der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD und dem Weltverband UCI hohe Wellen geschlagen. Die AFLD verweigert dabei die Kooperation mit der UCI und wird dopingrelevante Informationen nur an die lokalen Justizbehörden weitergeben.

Vorausgegangen war die Ankündigung der UCI, von ihrem Recht Gebrauch zu machen, die Dopingkontrollen selbst durchzuführen, was die AFLD auf den Plan rief. "Wir verstehen die Motivation der UCI nicht, bei einem Rennen im Herzen von Frankreich die Kontrollen durchzuführen, was großen personellen Aufwand bedarf", hieß es in einer AFLD-Stellungnahme.

Die UCI antwortete mit harscher Kritik auf das AFLD-Vorgehen: "Für die AFLD ist es wichtiger, sich selbst zu positionieren. Sie eröffnen wieder eine Kontroverse, die keiner braucht. Für uns ist der Anti-Doping-Kampf das Wichtigste. Der Rückzug der AFLD hindert uns nicht daran, unsere Arbeit zu machen", sagte UCI-Präsident Pat McQuaid.

Erst im vergangenen Jahr war nach der Tour de France der Streit zwischen UCI und AFLD wieder ausgebrochen.

AFLD-Präsident Pierre Bordry hatte der UCI schlampige Kontrollen und Bevorteilung des Astana-Teams um Toursieger Alberto Contador und Lance Armstrong vorgeworfen.

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