Radsport

Streit zwischen AFLD und UCI spitzt sich zu

SID
Das Team Astana soll bei Doping-Kontrollen bevorteilt worden sein
© Getty

Der Radsport-Weltverband UCI erwägt, die Zusammenarbeit mit der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD aufzukündigen. Der Grund: die AFLD wirft der UCI eine Bevorteilung vor.

Nach den Vorwürfen der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD gegen den Radsport-Weltverband wegen angeblicher Bevorteilung des Astana-Teams bei der Tour de France erwägt die UCI eine Aufkündigung der bisherigen Zusammenarbeit mit den Franzosen. "Die UCI zieht nun eine Kooperation mit einem neutralen Partner für Anti-Doping-Kontrollen auf französischem Boden in Erwägung", heißt es in einer UCI-Reaktion auf die Anschuldigungen der AFLD.

Unter Berufung auf einen AFLD-Report hatten französische Zeitungen am vergangenen Montag über Unregelmäßigkeiten bei den Dopingkontrollen von Astana-Fahrern während der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt berichtet.

Demnach sollen der spätere Sieger Alberto Contador (Spanien), US-Rekordgewinner Lance Armstrong sowie der frühere Tour-Dritte Andreas Klöden (Cottbus) und ihre Kollegen bei unangemeldeten Kontrollen in den Mannschaftsquartieren stets als letzte Fahrer kontrolliert worden sein.

Astana-Profis bevorteilt

Außerdem hätten sich Astana-Profis auch auf Intervention von UCI-Funktionären noch längere Zeit ohne die nach Beginn von Kontrollen obligatorische Aufsicht auf die Abgabe von Urin- und Blutproben vorbereiten können.

Die UCI wies die Vorwürfe zurück. "Nachdem die AFLD bereits zuvor Zweifel an der ordnungsgemäßen Durchführung unserer Kontrollen geäußert hatte, hat die UCI eine Untersuchung eingeleitet.

Dabei ist die UCI zu dem Schluss gekommen, dass das Astana-Team nicht bevorzugt behandelt worden ist und die Vorwürfe der AFLD deswegen haltlos sind", erklärte der Weltverband.

Astana hielt sich weitgehend zurück. "Unsere Mannschaft hat bei der Tour immer das getan, was die Kontrolleure von ihr verlangt haben. Wenn die AFLD Fragen zur Vorgehensweise der Kontrolleure hat, sollte die AFLD die Kontrolleure kontaktieren", sagte ein Team-Sprecher.

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