Radsport

17 Fahrer offenbar im Visier der AFLD

SID
Alberto Contador (l.) und Lance Armstrong sollen bevorteilt worden sein
© Getty

17 Radprofis stehen offenbar im Visier der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD bei den Nachkontrollen der Tour de France 2008. Das berichtet die französische Zeitung "Le Monde".

Zugleich erhebt die AFLD schwere Vorürfe gegen den Radsport-Weltverband UCI.

Das Team Astana sei bei der Tour 2009 von den UCI-Kontrolleuren bevorzugt behandelt worden, außerdem stelle der Weltverband die Kontrollen von der diesjährigen Rundfahrt zwecks Nachkontrollen nicht zur Verfügung.

Am Mittwoch will AFLD-Chef Pierre Bordry in Paris Auskunft über die Nachkontrollen der Tour 2008 geben.

AFLD stellt UCI kein gutes Zeugnis aus

Mit Ergebnissen möglicher positiver Fahrer wird noch in diesem Oktober gerechnet. Vorab stellte die AFLD der UCI aber kein gutes Zeugnis aus.

Insbesondere das Astana-Team des späteren Siegers Alberto Contador (Spanien) und des US-Rekordgewinners Lance Armstrong soll von den UCI-Dopingjägern bevorteilt worden sein.

So soll dem Rennstall auch bei unangemeldeten Kontrollen mehrfach noch zusätzliche Zeit ohne die obligatorische Aufsicht eingeräumt worden sein, ehe die Fahrer zur Kontrolle antraten.

"Noch keine unangemeldeten Kontrollen"

Das Blatt beruft sich bei seinem Bericht auf einen zehnseitigen Report der AFLD für die UCI und die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. "Für manche Teams haben bei der Tour einfach keine unangemeldeten Kontrollen stattgefunden", heißt es.

Zugleich bemängelte die AFLD, dass die UCI die Proben von 2009 zwecks Nachkontrollen nicht zur Verfügung stelle.

Die Behörde vermutet, dass bei der diesjährigen Tour ein Epo-Präparat der dritten Generation bei den Fahrern zum Einsatz gekommen sei. Die AFLD habe die Möglichkeit, die Proben nochmal unter die Lupe zu nehmen.

Wohl kein juristisches Nachspiel für Gerdemann

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