Radsport

Klöden bleibt Prozess womöglich erspart

SID
Radprofi Andreas Klöden kommt womöglich ohne Prozess davon
© Getty

Andreas Klöden kommt womöglich ohne Prozess davon. Wie der "Focus" berichtet, bietet die Bonner Staatsanwaltschaft dem Radprofi gegen eine Zahlung die Einstellung des Verfahrens an.

Über ein Jahr nach dem Ende der Ermittlungen gegen Jan Ullrich will die Bonner Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Radprofi Andreas Klöden offenbar ebenfalls einstellen.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" hat die Behörde dem 34 Jahre alten Astana-Profi wohl angeboten, das Verfahren gegen Zahlung von 25.000 Euro einzustellen.

"Der Fall ist geeignet, ihn gemäß Paragraf 153a der Strafprozessordnung zu erledigen", wird Staatsanwalt Friedrich Apostel im Focus zitiert.

Derselbe Paragraf (Geringfügigkeit und kein öffentliches Interesse) hatte bereits Ullrich vor einem Prozess bewahrt.

Ullrich zahlte sechsstelligen Betrag

Der Tour-Sieger von 1997 hatte im April 2008 einen sechsstelligen Betrag als Strafgeld an gemeinnützige Institutionen und die Staatskasse gezahlt und Beweismittel herausgegeben.

Spekulationen zufolge hat Ullrich 250.000 Euro gezahlt. Gegen den gebürtigen Rostocker war wegen Täuschung und Betruges zum Nachteil seiner Arbeitgeber Telekom/T-Mobile ermittelt worden.

Die Einigung wurde von Apostel damals damit begründet, dass zu Ullrichs aktiver Zeit eine weithin verbreitete Doping-Mentalität vorgeherrscht hatte.

Die Hemmschwelle zur Anwendung verbotener leistungssteigernder Mittel sei herabgesetzt gewesen. Laut Apostel wäre es deshalb schwer geworden, Ullrichs subjektive Meinung widerlegen zu können, nichts Unrechtes getan zu haben.

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