Radsport

Boonen trotz Kokain-Vergehen zur Tour?

SID
Freude bei Tom Boonen: Trotz Kokain-Missbrauchs wird der Belgier wohl bei der Tour starten
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Ein Disziplinarverfahren gegen Tom Boonen ist vor dem Beginn der Tour de France wohl nicht abgeschlossen. Deshalb ist der Belgier von den Regularien her startberechtigt.

Für den positiv auf Kokain getesteten Radprofi Tom Boonen sind die Chancen auf einen Start bei der Tour de France gestiegen.

Der Weltverband (UCI) teilte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Paris mit, dass ein Disziplinarverfahren gegen den belgischen Klassiker-Spezialisten nicht vor dem Beginn der Frankreich-Rundfahrt am 4. Juli abgeschlossen sei. Deshalb sei Boonen von den Regularien her startberechtigt.

Tour-Organisation will UCI-Entscheid folgen

Tourchef Christian Prudhomme, der sich gegen eine Teilnahme Boonens ausgesprochen hatte, zeigte sich überrascht. Man werde sich nun mit den Renn-Offiziellen zusammensetzen und in den nächsten Tagen entscheiden, ob Boonen eine Einladung erhalten werde.

Zuletzt hatte Prudhomme betont, dass die Tour-Organisation einer Entscheidung der UCI-Disziplinarkommission folgen werde.

Eine Sperre gegen Boonen ist problematisch, da es sich bei dem positiven Kokain-Befund um eine Kontrolle außerhalb des Wettkampfes handelte und dies normalerweise keine Folgen nach sich zieht. Allerdings könnte die UCI eine Sperre wegen einer Imageschädigung aussprechen.

Boonen, der derzeit bei der Rundfahrt Dauphine Libere im Einsatz ist, hatte im Falle eines Startverbots für die Tour mit einer Klage gedroht. Der Belgier ist bereits zum zweiten Mal positiv auf Kokain getestet worden.

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