Radsport

Keine Medaillen für deutsche Bahnrad-Asse

SID
Maximilian Levy (r.) schied bei der Bahnrad-WM in Polen schon sehr früh aus
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Die deutschen Radprofis haben am vierten Tag der Bahnrad-WM keine Medaillen gewonnen. Sowohl die Sprinter als auch das Duo Kluge/Pollack blieben hinter den Erwartungen zurück.

Nach dem kleinen Goldrausch der letzten Tage ist bei den deutschen Bahnrad-Assen Ernüchterung eingekehrt. Am vierten Tag der Weltmeisterschaften im polnischen Pruszkow ging das Team des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) leer aus.

Sowohl die Sprinter als auch das Madison-Duo Roger Kluge/Olaf Pollack blieben hinter den Erwartungen zurück.

Kluge-Pollack-Duo nur Fünfter

Damit stehen beim BDR vor dem Schlusstag weiter die zwei Goldmedaillen von Maximilian Levy und Stefan Nimke sowie der dritte Platz im Teamsprint zu Buche.

Kluge und Pollack mussten im Zweier-Mannschaftsfahren über 50km ihre Hoffnungen auf eine Medaille begraben. Das Duo aus Cottbus fuhr mit einem Rückstand von einer Runde und 15 Punkten auf den fünften Platz.

Stattdessen holten sich die beiden Dänen Michael Morkov und Alex Rasmussen (22 Zähler) vor den Australiern Leigh Howard und Cameron Meyer (2) sowie dem tschechischen Duo Martin Blaha und Jiri Hochmann (0) den Titel. Alle drei Medaillengewinner hatten zuvor eine Runde herausgefahren.

Brite Kennaugh stürzte spektakulär

Überschattet wurde das Rennen von einem spektakulären Sturz, in den auch der Brite Peter Kennaugh verwickelt war. Der Youngster konnte mit einigen Schürfwunden weiterfahren, blieb aber ohne Medaille.

Eine Enttäuschung gab es diesmal im Sprintlager. Die schnellen Männer des BDR waren in der Königsdisziplin Sprint chancenlos.

Levy (Cottbus) und Nimke (Schwerin) scheiterten schon im Achtelfinale, für Robert Förstemann (Gera) war in der ersten Runde Endstation.

"Nach der ganzen Euphorie ist es vielleicht auch mal ganz gut, dass es einen Dämpfer gab. Das Ergebnis zeigt, dass wir noch nicht so gut sind. Wir müssen alle noch hart arbeiten", meinte Bundestrainer Detlef Uibel.

"Wir können mit der WM zufrieden sein"

Levy merkte an, dass die Frische zum Schluss gefehlt habe. "Insgesamt war es mit dem Titel im Keirin aber ein tolles Erlebnis", sagte der Youngster. Nimke ergänzte: "Zwei Titel im Sprintbereich, das gab es schon lange nicht mehr. Wir können mit der WM zufrieden sein."

Dabei wäre mehr drin gewesen. Im Hoffnungslauf waren Nimke und Levy jeweils auf eigene Rechnung gefahren, was dem Briten Ross Edgar als lachendem Dritten in die Karten spielte.

Bereits in der ersten Runde hatte sich Förstemann nach einer Niederlage gegen Nimke verabschiedet.

Stattdessen werden am Sonntag die beiden Franzosen Gregory Bauge und Kevin Sireau sowie Azizulhasni Awang aus Malaysia und der Australier Shane Perkins die Medaillen unter sich ausmachen.

Deutsche Frauen ohne Medaille nach hause

Die deutschen Frauen werden unterdessen wohl ohne eine Medaille die Heimreise antreten müssen. Im Sprint und im neu eingeführten Omnium gingen die deutschen Fahrerinnen leer aus.

Nachdem Miriam Welte (Kaiserslautern) und die sechsmalige Junioren-Weltmeisterin Kristina Vogel (Erfurt) bereits im Achtelfinale gescheitert waren, ging die Sprint-Entscheidung ohne deutsche Beteiligung über die Bühne.

Und auch im Omnium - einem Fünfkampf aus 200-m-Sprint, Scratch, 2000-m-Einerverfolgung, Punktefahren und 500-m-Zeitfahren - fuhr Charlotte Becker (Waltrop) der Konkurrenz hinterher.

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