Sastre vor Tour-Sieg

Schumacher holt Etappe

SID
Samstag, 26.07.2008 | 17:36 Uhr
Schumacher, Tour de France
© DPA
Advertisement
World Matchplay
MiLive
World Matchplay: Tag 5
Jiangxi Open Women Single
Do11:00
WTA Nanchang: Tag 4
Swedish Open Women Single
Do11:00
WTA Bastad: Tag 4
National Rugby League
Do11:50
Panthers -
Bulldogs
World Matchplay
Do20:00
World Matchplay: Viertelfinals
Jiangxi Open Women Single
Fr10:00
WTA Nanchang: Viertelfinale
Swedish Open Women Single
Fr10:00
WTA Bastad: Viertelfinale
National Rugby League
Fr11:50
Eels -
Broncos
BB&T Atlanta Open Men Single
Fr18:00
ATP Atlanta: Viertelfinale
World Matchplay
Fr20:00
World Matchplay: Viertelfinals
National Rugby League
Sa07:00
Knights -
Dragons
Jiangxi Open Women Single
Sa11:00
WTA Nanchang: Halbfinale
World Matchplay
Sa20:00
World Matchplay: Halbfinals
BB&T Atlanta Open Men Single
Sa21:00
ATP Atlanta: Halbfinale
National Rugby League
So06:00
Storm -
Sea Eagles
Jiangxi Open Women Single
So10:00
WTA Nanchang: Finale
Swedish Open Women Single
So14:00
WTA Bastad: Finale
World Matchplay
So20:00
World Matchplay: Finale
BB&T Atlanta Open Men Single
So23:00
ATP Atlanta: Finale
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Mo13:30
ATP Kitzbühel: Tag 1
Bank of the West Classic Women Single
Mo19:00
WTA Stanford: Tag 1
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Di12:30
ATP Kitzbühel -
Tag 2
Bank of the West Classic Women Single
Di19:00
WTA Stanford: Tag 2
Citi Open Women Single
Di19:50
WTA Washington: Tag 2
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Mi13:30
ATP Kitzbühel : Tag 3
Citi Open Women Single
Mi19:50
WTA Washington: Tag 3
Bank of the West Classic Women Single
Mi20:00
WTA Stanford: Tag 3
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Do12:30
ATP Kitzbühel: Viertelfinale
Citi Open Women Single
Do19:50
WTA Washington: Tag 4
Bank of the West Classic Women Single
Do20:00
WTA Stanford: Tag 4
National Rugby League
Fr10:00
Dragons -
Rabbitohs
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Fr13:00
ATP Kitzbühel: Halbfinale
Citi Open Women Single
Fr20:00
WTA Washington: Viertelfinale
Bank of the West Classic Women Single
Fr21:00
WTA Stanford: Viertelfinale
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Sa14:00
ATP Kitzbühel: Finale
Citi Open Women Single
Sa22:00
WTA Washington: Halbfinale
Bank of the West Classic Women Single
Sa23:00
WTA Stanford: Halbfinale
Citi Open Women Single
So23:00
WTA Washington: Finale
Bank of the West Classic Women Single
So23:00
WTA Stanford: Finale

Saint-Armand-Montrond - Am zweiten Triumphtag von Stefan Schumacher hat Carlos Sastre den Gesamtsieg bei der 95. Tour de France praktisch unter Dach und Fach gebracht.

Der spanische Radprofi verteidigte einen Tag vor dem abschließenden Schaulaufen in Paris sein Gelbes Trikot. Sollte der 33-Jährige auf der Schlussetappe nicht stürzen, wird er wohl für den dritten spanischen Tour-Sieg in Serie sorgen.

Maß aller Dinge im Kampf gegen die Uhr war wieder einmal Schumacher, der 18 Tage nach seinem Zeitfahr- Coup von Cholet erneut der versammelten Weltelite das Nachsehen gab und vor dem zweifachen Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara und dem Luxemburger Kim Kirchen gewann.

"Ich habe gezeigt, dass ich noch da bin", sagte der Nürtinger, der in den Vortagen immer wieder durch kraftraubende Attacken aufgefallen war.

Champagner auf der Champs-Elysees

Sastre darf der 143 Kilometer langen 21. Etappe von Etampes auf die Pariser Champs-Elysees gelassen entgegenblicken, denn dort wird traditionell vor allem Champagner getrunken, die Klassements sind längst gemacht. Spannung verspricht nur noch die Frage nach dem Etappensieger.

Daher sind auch keine Attacken von Sastres schärfsten Verfolgern Cadel Evans (+ 1:05 Minuten) und Bernhard Kohl (+ 1:20) mehr zu erwarten. Dem jubelnden Sastre, der sich vor der Zieldurchfahrt bekreuzigte, reichte der zwölfte Platz, um seine Rivalen in Schach zu halten.

Sein vermeintlicher Hauptkonkurrent Evans erwischte einen rabenschwarzen Tag und enttäuschte als Siebter in seiner Paradedisziplin.

Schumacher bärenstark 

Gerolsteiner-Profi Schumacher, der schon das erste 29,5 Kilometer lange Zeitfahren rund um Cholet überraschend gewonnen hatte, war wieder bärenstark. Mit der Zeit von 1:03:50 Stunden gab der Schwabe den Topfavoriten eine Zeit mit auf den Weg, an der sich Sastre, Evans und Co. die Zähne ausbissen.

Sein österreichischer Teamkollege und Bergtrikot-Gewinner Kohl fuhr ebenfalls beherzt und behauptete sensationell seinen dritten Gesamtplatz. "Ich habe in der Mitte mit Absicht rausgenommen, weil ich wusste, dass der letzte Anstieg entscheidend ist. Da habe ich alles reingelegt", sagte Schumacher, der von "einer Welle" der Gerolsteiner-Equipe sprach.

Selbst als er kurzzeitig den Funkkontakt zu seinem Teamchef Hans-Michael Holczer verlor, brachte ihn dies nicht aus der Erfolgsspur.

Spannung bis zur letzten Sekunde 

Auf dem 53 Kilometer langen Streckenabschnitt von Cerily nach Saint-Amand-Montrond blieb es spannend bis zur letzten Sekunde. Der 33-jährige Madrilene Sastre, der nicht als Spezialist im Kampf gegen die Uhr gilt, wehrte sich gegen den neun Minuten vor ihm gestarteten Evans, der zuvor einen Rückstand von 1:34 Minuten hatte, erfolgreich.

Nun darf sich Sastre auch dank seines starken CSC-Saxo-Bank-Teams vor dem Schlussakkord in Paris von den Kollegen zu seinem ersten Tour- Sieg gratulieren lassen. Vor ihm hatten seine Landsleute Oscar Pereiro (2006) - damals wurde Sastre Gesamt-Dritter - und Alberto Contador (2007) triumphiert.

Im Vorjahr hatte sich der Australier Evans am Ende mit einem Rückstand von nur 23 Sekunden Contador, dessen Astana-Team in diesem Jahr wegen der Doping-Fälle der Vergangenheit nicht eingeladen wurde, geschlagen geben müssen.

Die knappste Entscheidung war 1989 gefallen, als der Amerikaner Greg LeMond den führenden Franzosen Laurent Fignon erst beim Schluss-Zeitfahren auf den Champs-Élysées mit der Winzigkeit von acht Sekunden auf den zweiten Rang des Gesamt-Klassements verwiesen hatte.

Kraftintensiver Kurs

Der Erfurter Sebastian Lang hatte knapp drei Stunden vor Sastres Zieldurchfahrt zwischenzeitlich in 1:06:09 Stunden für eine Bestzeit gesorgt. "Es ist ein Kurs, bei dem man viel Kraft braucht. Er ist maßgeschneidert für Evans", hatte der Profi vom Gerolsteiner-Team eine gute Evans-Zeit vorhergesagt.

Lang wurde wenig später von Cancellara als Spitzenreiter abgelöst, der 1:04:12 Stunden für den Parcours benötigte. Der Schweizer tröstete sich über seinen zweiten Platz mit Sastres Erfolg hinweg: "Carlos hat bewiesen, dass er der wahre Toursieger ist."

Schumacher lag bei der ersten Zwischenzeit gleichauf mit dem vor ihm gestarteten Schweizer, ehe er in der zweiten Rennhälfte noch mehr Gas gab und 21 Sekunden auf den CSC-Saxo-Bank-Fahrer herausfuhr.

Der Berliner Jens Voigt, Siebter beim ersten Zeitfahren, konnte in 1:00:47 Stunden diesmal nicht mit den Allerbesten mithalten.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung