Pferdesport

Pferd blutig geprügelt? Reiter am Pranger

Von SPOX
Paul Estermann soll sein Pferd blutig gepeitscht haben

Der Schweizer Reiter Paul Estermann soll seine Stute Castlefield Eclipse so heftig ausgepeitscht haben, bis diese acht blutige Wunden und Schwellungen am Bauch davon getragen hat. Nach Vorwürfen seines früheren Pferdepflegers Zdenek Dusek ermittelt nun die Polizei wegen Tierquälerei. Doch es gibt auch ein Fragezeichen.

"Ich habe die Peitschenschläge gehört, minutenlang. Das tat auch mir weh", wird Dusek vom Schweizer Blick zitiert: "Wie können Menschen, die ihr Leben den Pferden widmen, ihnen so etwas antun? Einem Pferd, das jahrelang für einen gekämpft und sein Bestes gegeben hat."

Dusek hat demnach im Oktober 2014 bei Estermann, der 2012 für die Schweiz an den Olympischen Spielen in London teilgenommen hat, auf der Reitanlage im luzernischen Hildisrieden angefangen. Schon bald habe er erste Zweifel am 53-Jährigen gehegt.

"Paul hat zwei Gesichter. Er hat grundsätzlich ein gutes Herz. Ändert sich aber seine Laune, hat er keinen Respekt mehr. Weder vor dem Menschen noch vor dem Tier", so Dusek, der sich auch bei anderen Mitarbeitern umgehört haben will: "Man sagte mir, Paul lasse seine schlechte Laune an den Pferden aus. Er sitzt im Sattel und schlägt mit der Peitsche zu."

Nur eine Retourkutsche von Dusek?

Warum Dusek so lange geschwiegen hat? Der Tscheche wurde von Estermann erst vor wenigen Wochen angezeigt. Er hatte seinem Chef mehrere Tausend Franken geklaut. Stellt sich die Frage, ob Duseks Vorwürfe womöglich nur eine Retourkutsche sind?

Der Pfleger bestreitet dies entschieden: "Das war ein schwerer Fehler von mir, das tut mir auch leid. Das eine hat aber nichts mit dem anderen zu tun."

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