Totilas tanzt wieder

SID
Freitag, 10.07.2015 | 22:31 Uhr
Totilas feierte ein starkes Comeback
© getty
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Kein strahlendes Lächeln, dafür aber große Erleichterung: Matthias Rath beugte sich tief hinab und klopfte Millionenhengst Totilas immer wieder den Hals. Mit 80,36 Prozent hatte das Paar im Dressur-Viereck von Hagen ein starkes Comeback hingelegt. Jetzt ist das Ticket für die Heim-EM in Aachen (12. bis 16. August) ganz nah.

Direkt nach der Gala bei der 4-Sterne-Prüfung gab es erst wieder Irritationen. Anders als alle anderen Reiter blieb Rath mit Totilas nicht am Ausritt stehen, sondern ließ sich lieber von Sicherheitskräften zum Stall geleiten. Dort diskutierte der 30-Jährige mit seinen Eltern, küsste Frau Franziska und Sohn Constantin. Erst nach 20 Minuten war er zum Gespräch bereit.

"Es war sehr schön, ich bin zufrieden. Es waren viele gute Sachen dabei. Wir wissen aber auch, woran wir arbeiten müssen", sagte Rath. Vor allem bei den Einer-Wechsel ließ das Paar nach fast einjähriger Zwangspause wegen Verletzung von Totilas noch Probleme erkennen.

"Ihm fehlen noch einige Kilometer, aber das lässt sich korrigieren", sagte sein niederländischer Trainer Sjev Janssen. Am Ende siegte das Paar vor Anabel Balkenhol (Rosendahl/76,34) mit Dablino und Fabienne Lütkemeier (Paderborn/74,02) mit D'Agostino.

356 Tage hatte das Paar nicht an Turnieren teilgenommen, stand deshalb unter großem Druck. "Speziell der Reiter hat seine Sache sehr gut gemacht. Er war ja lange nicht im Wettkampf. Für ihn gab es nur diese eine Chance - und die hat er zunächst genutzt", sagte Mitbesitzer Paul Schöckemöhle, der den einstigen Wunderhengst Totilas 2010 für geschätzte zehn Millionen Euro aus den Niederlanden nach Deutschland geholt hatte.

Totilas kann jeder Mannschaft helfen

"Ich habe mich einfach für ihn gefreut, dass er zurück im Wettkampf ist", sagte Raths Stiefmutter Ann Kathrin Linsenhoff, 1988 selbst Olympiasiegerin in der Dressur.

Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte von dem Paar nach der langen Verletzungspause eine Teilnahme in Hagen gefordert. "Das war spitze, mehr kann ich jetzt nicht sagen", meinte sie nach dem Grand Prix. Am Sonntag geht das Paar zum Special ein zweites Mal ins Viereck.

Danach will Theodorescu acht Kandidaten für die EM in Aachen benennen, von denen am Ende vier starten. Sollte Rath die Leistung am Sonntag wiederholen, ist er im Team. "Solange er 80 Prozent geht, ist er dabei. Davon haben wir ja nicht viele Paare", sagte Schockemöhle.

"Jede Mannschaft kann einen Totilas in dieser Form gut gebrauchen, auch wenn noch Luft nach oben ist", sagte Verbands-Sportdirektor Dennis Peiler.

Großes Interesse am Pferd

Ihr Ticket für Aachen so gut wie sicher haben schon die deutsche Meisterin Kristina Sprehe (Dinklage) mit Desperados, Isabell Werth (Rheinberg) mit Don Johnson und Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) mit Unee, die am Donnerstag in Hagen den Nationenpreis gewannen.

Dass Totilas körperlich nicht mehr in so guter Verfassung ist wie vor seinem Aus im vergangenen Jahr, wies Rath zurück: "Ich finde nicht, dass er propper geworden ist. Er wirkt noch durchtrainierter." Allerdings musste auch Rath eingestehen, dass das einstige Wunderpferd kein Jungspund mehr ist: "Mit 15 Jahren braucht man manchmal etwas mehr Schonung."

Das Interesse an dem einstigen Wunderpferd war wieder enorm. Schon am Abreiteplatz hatten sich 150 Fans und Journalisten versammelt, um die Vorbereitung auf den Wettkampf zu verfolgen. Bei der Prüfung blieben im Stadion einige Reihen leer, die am Sonntag zum zweiten Auftritt aber gefüllt sein dürften.

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