EM-Ticket als Lohn

Totilas' glanzvolle Rückkehr

SID
Sonntag, 12.07.2015 | 14:06 Uhr
Totilas meldete sich eindrucksvoll in der Weltspitze zurück
© getty
Advertisement
National Rugby League
Live
Rabbitohs -
Warriors
Melbourne Darts Masters
Live
Melbourne Darts Masters Tag 1
National Rugby League
Broncos -
Dragons
Western & Southern Open Women Single
WTA Cincinnati: Viertelfinale
Melbourne Darts Masters
Melbourne Darts Masters: Tag 2
Western & Southern Open Women Single
WTA Cincinnati: Halbfinale
Melbourne Darts Masters
Melbourne Darts Masters: Tag 3
Western & Southern Open Women Single
WTA Cincinnati: Finale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Main Fight Pressekonferenz
National Rugby League
Broncos -
Eels
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Viertelfinale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard Pressekonferenz
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 1
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 1
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Weigh-in
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 2
National Rugby League
Storm -
Rabbitohs
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Finale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard + Main Fight
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 3

Matthias Rath streichelte Totilas liebevoll die Mähne und sprach dem Millionenpferd immer wieder gut zu. Zwei Starts, zwei Siege und zweimal über 80 Prozent: Besser hätte das Comeback für das Paar beim Dressur-Turnier in Hagen a.T.W. kaum ausfallen können. Am Ende gab es als Belohnung das Ticket für die Heim-EM in Aachen (12. bis 16. August) obendrauf.

"Der Ausschuss hat beschlossen, dass die besten Paare bei der EM starten sollen. Dazu zählt Totilas", sagte Sportdirektor Dennis Peiler von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN: "Das Paar hat in Hagen zwei starke Auftritte gezeigt."

Auch Rath selbst war zufrieden. "Das war heute sehr gut", sagte Rath nach dem Sieg im Grand Prix Special. Mit 80,04 Prozent lieferte das Duo wie schon am Freitag im Grand Prix (80,36) eine starke Vorstellung ab und dürfte damit auch letzte Skeptiker überzeugt haben. Nach einjähriger Pause wegen einer Verletzung des Rapphengstes ist das Team Rath/Totilas auf Anhieb in die Weltspitze zurückgekehrt und darf bei der EM schon wieder auf Mannschaftsgold hoffen.

Auffallend war allerdings auch, dass Rath nach seiner Rückkehr nicht sofort in Jubelstürme ausbrach. Der 30-Jährige, mittlerweile Vater eines kleines Sohnes, wirkte ernst und fokussiert. Die Rückschläge der Vergangenheit haben ihn offenbar selbstkritischer gemacht. "Es waren heute viele Sachen ausdrucksvoller als noch am Freitag im Grand Prix. Aber es waren auch einige Fehler dabei, die nicht hätten passieren dürfen", so der Hesse nach dem zweiten Teil des Comebacks.

Langsamer Aufbau für Totilas

Unterm Strich zeigte sich der Reiter aus Kronberg im Taunus aber zufrieden und stellte seinem Vierbeiner erst mal Erholung in Aussicht: "In den nächsten zwei Wochen werden wir es etwas ruhiger angehen lassen." Danach wollen sich die alten und neuen Hoffnungsträger der deutschen Dressur bei dem ein oder anderen Trainingsturnier zeigen, "um noch weitere Turnierpraxis zu bekommen", wie Rath sagte.

Auch Mitbesitzer Paul Schockemöhle, der den teuersten Dressurhengst der Welt im Jahr 2010 für geschätzte zehn Millionen Euro nach Deutschland geholt hatte, war stolz. "Wer kontinuierlich um die 80 Prozent erreicht, an dem führt für die EM kein Weg vorbei", sagte Europas größter Pferdehändler. "Es waren heute sehr gute Elemente zu sehen, auch wenn noch Luft nach oben ist", urteilte der Dressurausschuss-Vorsitzende Klaus Roeser.

Nur einmal waren Totilas und Rath bislang bei einem Championat für Deutschland am Start. 2011 holte man bei den Europameisterschaften in Rotterdam Mannschaftssilber, danach folgte eine Geschichte voller Pleiten, Pech und Pannen.

EM-Gold in Aachen als Ziel

Doch nun scheint das Paar wieder topfit zu sein und soll die deutsche Equipe in Aachen zur Goldmedaille führen. Weiter zum Team gehören die deutsche Meisterin Kristina Bröring-Sprehe (Dinklage) mit Desperados, die Weltcup-Dritte Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) mit Unee und die fünfmalige Olympiaisegerin Isabell Werth (Rheinberg) mit Don Johnson.

Im Einzel allerdings werden die deutschen Starter in Aachen den Sprung aufs oberste Treppchen wohl noch nicht schaffen. An Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin Charlotte Dujardin (Großbritannien) mit Valegro führt weiterhin kein Weg vorbei. Das gilt auch für Rath und Totilas, selbst wenn das Paar seit dem Wochenende die Dressurherzen wieder höher schlagen lässt.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung