Galopp: Ajalo nach Aufholjagd auf Platz zwei

Guiliani triumphiert auf Gruppe I-Parkett

SID
Sonntag, 26.07.2015 | 18:21 Uhr
Guiliani gewinnt den Dallmayr-Preis in München
© Marc Rühl
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Der von Jean-Pierre Carvalho in Bergheim bei Köln für den Stall Ullmann trainierte Hengst Guiliani gewann am Sonntag in München-Riem den mit 155.000 Euro dotierten Großen Dallmayr-Preis, Deutschlands höchstdotiertes und wichtigstes 2000 Meter-Rennen.

Unter dem tschechischen Jockey Filip Minarik (40), dem zweimaligen deutschen Jockey-Champion, setzte sich der vierjährige Tertullian-Sohn sicher, mit einer halben Länge Vorsprung gegen den einzigen Dreijährigen im Feld, Ajalo, durch, hinter dem die lange führende Stute Wunder den dritten Platz belegte. Erst als Vierter kam der Favorit und Vorjahressieger Lucky Lion über die Linie.

Den späteren Sieger, der zuvor noch nie ein Grupperennen gewonnen hatte, aber schon lange als einer der besten deutschen Mitteldistanzler gilt, sah man unterwegs im Mittelfeld, während vorne Gestüt Görlsdorfs Wunder das Tempo machte. Hinter der Vierjährigen aus dem Championstall von Markus Klug sah man zunächst Daytona Bay, dahinter Lucky Lion, Guiliani, Magic Artist und Kerosin, während Nordico und Ajalo auf Warten geritten wurden.

In der Zielgeraden erfolgten sofort die Angriffe auf die führende Wunder, wobei zunächst sogar Daytona Bay ganz stark aussah. Diese konnte aber ihren Vorstoß nicht durchstehen, während in der Bahnmitte Guiliani, der zur Quote von 65:10 ins Rennen gegangen war, in noch viel besserer Haltung auftauchte, unterdessen sich weiter außen Lucky Lion doch sehr schwer tat.

Ajalos Aufholjagd reicht nicht

So stand Guiliani, der für den ersten Sieg sowohl seines Jockeys, als auch seines Trainers in diesem Rennen sorgte, eigentlich schon früh als Sieger fest, auch wenn Ajalo an der Außenseite noch wie auf Rollschuhen angeflogen kam. Das reichte jedoch nur für den zweiten Platz vor Wunder, die knapp vor Lucky Lion über die Linie kam. Der höher eingeschätzte Lokalmatador Magic Artist landete auf dem fünften Rang.

"Das war ein Ritt als Exempel für die Jockeyschule, das hat er hervorragend gemacht", lobte Trainer Jean-Pierre Carvalho nach dem Rennen Siegreiter Filip Minarik, der sich selbst ein vorgezogenes Hochzeitsgeschenk machte, denn am kommenden Freitag heiratet er seine Lebensgefährtin Katja Haupt. Nach Aussage seines Trainers könnten später im Jahr so internationale Toprennen wie die Irish Champion Stakes oder der Hong Kong Cup für Guiliani auf dem Programm stehen.

Das Rennen wurde ohne ausländische Beteiligung gelaufen, denn der für 15.500 Euro nachgenannte englische Gast Air Pilot verletzte sich in der Startmaschine, und musste deshalb kurzfristig vor dem Rennen zurückgezogen werden.

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