Samstag, 18.04.2015

Weltcupfinale in Las Vegas

Deußer und Dreher fallen weiter zurück

Deutschlands Springreiter bleiben in Las Vegas vom Pech verfolgt und haben kaum noch Chancen auf einen der vorderen Plätze. Titelverteidiger Daniel Deußer erlaubte sich mit seinem Top-Pferd Cornet d'Amour in der zweiten Wertungsprüfung zwei Fehler und stürzte vor dem Finale am Sonntag vom zehnten auf den 13. Rang ab.

Daniel Deußer musste im Kampf um die Titelverteidigung einen Rückschlag hinnehmen
© getty
Daniel Deußer musste im Kampf um die Titelverteidigung einen Rückschlag hinnehmen

Ähnlich erging es Hansi Dreher. Der 43-Jährige aus Eimeldingen in Baden-Württemberg hatte mit Cool and Easy einen Abwurf sowie einen Zeitfehler und startet am Sonntag von Rang 17 ins Finale. In Führung liegen punktgleich Olympiasieger Steve Guerdat (Schweiz) und Richard Fellers aus den USA. Guerdat hatte im Sattel von Paille die zweite Wertungsprüfung gewonnen.

Bundestrainer Otto Becker zog ernüchtert ein Zwischenfazit. "Man kann hier nichts schönreden. Wir hatten schon am ersten Tag einen Ausfall im Team von 50 Prozent. Es läuft eben in diesem Jahr nicht", sagte Becker.

"Aufholjagd blieb aus"

Vor der ersten Prüfung war Marco Kutschers Pferd Cornet's Cristallo mit einer Kolik in eine Tierklinik gebracht worden. Am Freitag konnte Cornet schon wieder bewegt werden. Für Doppel-Europameister Kutscher (Bad Essen) war das Turnier aber genauso beendet wie für Marcus Ehning (Borken). Der dreimalige Weltcup-Sieger hatte mit seinem jungen Pferd Singular im Parcours des Zeitspringens große Probleme und gab auf.

Deußer wollte es nach einem Fehler im Zeitspringen am zweiten Tag eigentlich besser machen, doch der gebürtige Wiesbadener mit Wohnsitz in Belgien ließ zweimal die Stangen purzeln. "Daniels Aufholjagd ist leider ausgeblieben. Er hatte sich nach Platz zehn gestern im Zeitspringen für heute viel vorgenommen, aber es hat nicht geklappt", sagte Becker.

Kritik am Kurs

Auch Dreher musste trotz guter Vorstellung einen Rückschlag verkraften. "Hansis Fehler ist ein Jammer, das Pferd sprang super. Die Distanz zur dreifachen Kombination war zu schwierig gebaut. Man konnte schon den ersten Steilsprung nicht gut anreiten, und am Oxer passte es dann nicht mehr. Da gab es ja auch die meisten Fehler", sagte Becker.

Nicht nur Becker kritisierte den Kurs, auch andere Trainer und Reiter waren nicht gut auf Parcourschef Anthony D'Ambrosio zu sprechen. Vor allem die Dreifache Kombination erwies sich als zu große Fehlerquelle. 26 Pferde sammelten an diesem Hindernis Strafpunkte - eine zu hohe Quote.


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