"Das haben die Jungs nicht verdient"

SID
Donnerstag, 04.09.2014 | 18:52 Uhr
Ludger Beerbaum war nach seinem Ritt enttäuscht
© getty
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Ein Fehler zu viel: Statt Gold gab es für die deutschen Springreiter nur Blech. Schlussreiter Ludger Beerbaum ärgerte sich noch im Sattel über seinen entscheidenden Abwurf, Bundestrainer Otto Becker stand mit versteinerter Miene am Ausritt: Die Enttäuschung bei der gesamten Equipe über Rang vier nach einem dramatischen Mannschaftsfinale bei der Reit-WM in Caen war riesengroß.

"Platz vier ist wirklich ganz, ganz bitter. Das haben die Jungs nicht verdient. Das ist jetzt hart", sagte Becker, nachdem sein Team (16,82 Punkte) nur um einen Abwurf Gold und um 0,1 Punkte Bronze verpasst hatte. Es siegte die Niederlande (12,83) vor Frankreich (14,08) und den USA (16,72). "Ich kann keinem einen Vorwurf machen. Alle haben sich super präsentiert. Woran es gelegen hat, kann ich auch nicht sagen", sagte Becker nach dem schlechtesten WM-Ergebnis seit 2002.

"Schade, wir hatten auf eine Medaille gehofft. Das ist natürlich ernüchternd", sagte Dennis Peiler, Geschäftsführer Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Das wichtige Minimalziel war dennoch erreicht. Durch eine Platzierung unter den Top-Fünf löste das Team das Olympiaticket für die Spiele 2016 in Rio de Janeiro. "Das hatten wir als Pflicht ausgegeben", sagte Peiler.

"Kann nicht zufrieden sein"

In der Einzelwertung liegt Daniel Deußer (Wolvertem/Belgien/) mit Cornet d'Amour mit 4,70 Punkten auf Rang acht bei der Führung der Amerikanerin Beezie Madden (0,18) mit Cortes. Christian Ahlmann (Marl/5,32) liegt mit Codex One auf Platz zehn. Marcus Ehning (Borken/8,14) und Ludger Beerbaum (Riesenbeck/10,80) folgen auf den Plätzen 21 und 30. Beerbaum war gerade noch so als 30. ins Halbfinale der Einzelwertung am Samstag gerutscht. "Es war nicht akkurat von mir, ich kann nicht zufrieden sein", sagte Beerbaum.

"Es fing so gut an, schade dass es so schlecht ausging", sagte Ahlmann. Der 39 Jahre alte CHIO-Champion hatte die deutsche Equipe als nervenstarker Startreiter sogar zwischenzeitlich auf Goldkurs geführt. Mit seinem zwölf Jahre alten Hengst Codex One hatte er einen Nullfehlerritt hingelegt. "Das war ein guter Start, der Sicherheit für die anderen brachte."

Aber dem deutschen Team blieb das Glück nicht treu. Ehning und der deutsche Meister Deußer hatten jeweils einen Abwurf. "Das ist ärgerlich. Mein Pferd war doch schon ein bisschen müde. Wir hatten keinen guten Rhythmus", sagte Ehning.

"Stimmung von Anfang an gut"

Deußer, bislang bester deutscher Starter, erlaubte sich im Parcous mit Cornet d'Amour seinen ersten Abwurf bei der WM überhaupt, dass Paar patzte in der dreifachen Kombination. "Wir kamen mit unseren Schritten nicht so gut hin", sagte der 33-Jährige gebürtige Wiesbadener.

Schon vor der ersten Prüfung hatten die deutschen Springreiter in Caen unter großem Druck gestanden. Die Dressur- und Vielseitigkeitsteams hatten mit Gold die Latte hochgelegt, die Erwartungen waren. riesig. "Sie haben es eben etwas besser gemacht. Wir hatten hier eigentlich sehr gute Bedingungen, die Stimmung war von Anfang an gut", sagte Becker, der den Kopf nicht in den Sand steckte. "Wir gehen jetzt zusammen etwas essen. Das hatten wir vorher so ausgemacht."

Am Samstag wird das Programm der Springreiter in Caen mit zwei weiteren Qualifikationen im Einzel-Wettbewerb fortgesetzt. Die besten vier Reiter ermitteln dann am Sonntag im Finale mit Pferdewechsel den neuen Weltmeister. Jeder Reiter muss sein Pferd sowie das des Konkurrenten reiten. Letzter deutsche Einzel-Weltmeister war Franke Sloothaak im Jahr 1994.

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