Einfälle werden belohnt!

Von Der Rennbahnspion
Dienstag, 14.06.2011 | 16:48 Uhr
Der Union-Renntag in Köln brachte den besten Wettumsatz (430.000 Euro) seit 2005
© Getty
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Mit Hilfe der Medien und guten Einfällen hat Eckhard Sauren die Galopprennbahn in Köln zum Publikumsmagneten gemacht. Dass es dazu nicht immer Top-Rennen braucht, zeigt eine andere Rennbahn. München glänzte mit einem Pferdeflüsterer.

Wer sich am Pfingstmontag auf den Weg zur Galopprennbahn nach Köln machte, der musste viel Zeit mitbringen. Der Grund: Es herrschte ein Andrang wie lange nicht mehr.

Autos standen in der Schlange, Menschen in langen Reihen vor den Eingangstoren. Selbst Veteranen unter den Besuchern konnten sich nicht mehr daran erinnern, wann es zum letzten Mal in so voll war wie am Union-Renntag.Gut 16.000 Zuschauer wurden offiziell angegeben, es kamen sogar mehr als die erhofften 15.000. Es war ein Bild, das einen an die allerbesten Zeiten dieses Sports erinnerte. Eine rappelvolle Haupttribüne, davor kaum mehr Gras zu erkennen, denn überall befanden sich Menschen.

Köln zählt schon lange zu den Premium-Bahnen Deutschlands und kann sich über mangelnden Zuspruch wirklich nicht beklagen. Aber alle Erwartungen wurden übertroffen.

Selbst in der Präsident

Präsident Eckhard Sauren, erst wenige Monate im Amt, hat erstaunliche Dinge vollbracht: Mit Hilfe der Medien in und um Köln (darunter lokale Radiosender und Boulevardzeitungen wie der "Express") sowie Freikarten-Aktionen hat er die Bahn gefüllt.

Es zahlt sich also aus, keine Mühen zu scheuen und alle mit ins Boot zu holen. Dabei ist er sich auch nicht zu schade, selbst eine Einführung in die Pferdewette zu geben. Welcher andere Rennbahn-Chef hat das schon mal versucht?

Der Pferdeflüsterer von München

Belohnt wurde sein Team mit dem besten Wettumsatz (430.000 Euro) seit 2005, sieht man einmal von den Gruppe I-Terminen ab. Natürlich wurde auch bester Sport geboten mit einer packenden Union. Doch ist gar nicht einmal entscheidend, ob oder wieviele Top-Rennen man an einem solchen Tag im Angebot hat. Das zeigte sich am selben Tag in München.

Bei einem doch für einen Feiertag sehr überschaubaren Programm kamen mehr Besucher als an dem kürzlichen Gruppe-Tag. Der Grund könnte der Besuch von Pferdeflüsterer Monty Roberts gewesen sein. Ihn kennt man, ihn wollten alle sehen.

Da ist es den meisten egal, ob Gruppe-Pferde laufen oder nur 40-Kilo-Kandidaten. Das Beiprogramm muss stimmen, das zeigt schon der gesamte Saisonverlauf. Wer will und sich dazu etwas einfallen lässt, der wird belohnt. Wer das nicht tut, bleibt auf Dauer auf der Strecke, dann bleibt nur das übliche Jammern. Aber das nützt nichts.

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