Rennbahnspion

68 Minuten: Der Rekord, der keinen freut

Von Der Rennbahnspion
Donnerstag, 19.05.2011 | 12:34 Uhr
Vor Regen und Gewitter ist keine Rennbahn sicher
© Getty
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Wer einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde schafft, der hat etwas geleistet. Etwas noch nie dagewesenes. Deshalb sind Rekorde eigentlich etwas Erfreuliches. Eigentlich.

Verspätungen gehören zum deutschen Galopprennsport wie das Amen in der Kirche. Inzwischen kann man fast schon Jubelgesänge anstimmen, wenn mal eine Veranstaltung pünktlich über die Runden geht. Aber was sich am vergangenen Wochenende abspielte, war wirklich rekordverdächtig.

Das ging am Samstag in Dresden los. 44 Minuten später, also um 18.14 Uhr, wurde das letzte Rennen gelaufen. Pünktlich zur ARD-Sportschau mit dem letzten Bundesliga-Spieltag... Aber es kam noch besser. Oder eigentlich: schlimmer.

Denn Hannover leistete sich eine Verzögerung von über einer Stunde. Startzeit des zehnten Rennens war 19.43 Uhr - eigentlich geplant war 18.35 Uhr, also satte 68 Minuten drüber! Natürlich trifft den Rennverein nicht die Schuld alleine, denn ein Stromausfall verbunden mit Gewitter oder Blitzeinschlag kann jeden treffen. Das ist klar, aber dennoch.

Zuschauerandrang dank Hannover 96

Auf der einen Seite ist Hannover eine der innovativsten Bahnen in Deutschland. Hier gibt man sich so viel Mühe wie kaum anderswo, um junges Publikum anzulocken. Die Aktion mit der Fußballmannschaft von Hannover 96 ragte dabei heraus: 22.000 Zuschauer kamen.

Andererseits haut es vor allem hier, aber auch in Köln und besonders auf einigen Bahnen in den neuen Bundesländern selten mit der Zeitplanung hin.

Verspätungen sind Gift

Wer schaut oder bewettet denn noch um kurz vor 20 Uhr ein Rennen mit einem 10:10-Favoriten? Reichen nicht auch neun Rennen völlig aus, gerade in Hannover müssen es offenbar immer zehn Prüfungen sein. Die anderen Bahnen sind längst vom Sender, da drehen die Pferde hier noch ganz gemütlich ihre Runden im Führring.

Verlorene Zeit aufzuholen, ist ein Fremdwort. Nicht nur auf der Neuen Bult.

Dabei planen gerade die Nicht-Hardcore-Wetter ihren Nachmittag. Sie wollen zu einer bestimmten Zeit wieder zu Hause, im Restaurant oder vielleicht bei Freunden sein. Kinder müssen am nächsten Tag zur Schule und daher pünktlich ins Bett. Wenn aber um 19.43 Uhr erst das letzte Rennen ist, klappt das kaum mehr. Die Umsätze am Sonntag sprechen Bände. Grund genug, sich einmal Gedanken zu machen.

Verspätungen sind Gift für eine Veranstaltung.

Diashow: SPOX in action beim Reiten

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