Kolumne: Rennbahnspion

Geldsegen und keiner nutzt die Chance!

Von Der Rennbahnspion
Mittwoch, 27.04.2011 | 17:33 Uhr
Der Rennbahnspion deckt auf: Rennveranstalter halten nicht immer, was sie versprechen
© Getty
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Es war ein Ritual, an das sich gerade die älteren Galoppfreunde noch sehr gut erinnern werden: Bei der Jahreshauptversammlung der Besitzervereinigung im Baden-Badener Kongresshaus saß ganz vorne, in einer Art Schulbank, Rudolf Eisemann. Ganz für sich alleine.

Der Ex-Bundesliga-Schiedsrichter bereitete sich auf seinen großen Auftritt vor. Als er an das Pult hervortrat, Jahr für Jahr, las er den Verantwortlichen des Galopper-Lagers die Leviten, brachte kuriose, aber auch bemerkenswerte Vorschläge vor. Und ein Thema wiederholte er immer wieder: Die Basis müsse gestärkt werden, die Rennpreise in den kleineren Rennen sollten raufgehen.

Viele belächelten den alten, aber so engagierten Mann oder gelobten pauschal Besserung. Auch Jahre nach seinem Tod beschwören viele Aktiven, völlig zu Recht, das Credo, dass man mehr Geld verdienen müsse. Mit nicht einmal 2.000 Euro Siegpreisen in den Ausgleichen IV kann ja kaum einer die Kosten decken.

Besondere Ostergeschenke

Die Meetingsveranstalter, aber auch einige andere Bahnen, haben die Zeichen der Zeit längst erkannt und schütten in ihren normalen Rennen deutlich mehr Preisgeld aus als normalerweise üblich. Am Oster-Wochenende sollten zahlreiche zusätzliche Geschenke dieser Art verteilt werden.

Hoppegarten hatte einen 22.000 Euro-Ausgleich II vorgesehen, am Ende wurden nur 9.000 Euro ausgeschüttet, durch mehrere prominente Nichtstarter war das Feld extrem schwach. In Hannover gab es am Montag mit 20.000 Euro in dieser Klasse soviel wie in einem Listenrennen. Man zog das durch, auch wenn das Feld nicht gerade aus den Nähten platzte.

Am selben Tag in Köln wurde aus einem 30.000er plötzlich ein 15.000 Euro-Ausgleich III, allerdings mit einem stattlichen und interessanten Aufgebot. Weshalb es doch weniger Geld als ursprünglich vorgesehen gab, wurde nicht mitgeteilt.

Es braucht ein Machtwort

Es hakt offenbar noch an allen Ecken und Ecken. Wie es Hannovers Präsident Gregor Baum in einem Interview treffend sagte, darf man von Aktivenseite nicht nur höhere Verdienstmöglichkeiten einfordern, sondern muss dann diese Chancen auch nutzen und die Pferde nennen und tatsächlich starten lassen. Bei allen Optionen in Frankreich, aber der heimische Sport braucht jede Unterstützung. Es kann doch nicht sein, dass dann solche Prüfungen ausfallen oder heruntergefahren werden, weil die Trainer oder Besitzer nicht wollen.

Bald steht Baden-Baden vor der Tür. Große Starterfelder sind auch hier für den Umsatz unerlässlich. Bleibt zu hoffen, dass das auch unsere Aktiven verstehen. Und noch etwas: Wie kann es sein, dass am langen Oster-Wochenende am Samstag nur Dresden und vor allem am Sonntag nur Hoppegarten (abgesehen vom kleinen Sonsbeck) Rennen durchführt und am Montag vier Bahnen sich Konkurrenz machen?

Saarbrücken war gar nicht erst im Bild zu sehen. Die Wetter kamen kaum mehr nach mit dem Zuschauen und Platzieren der Wetten, nachdem sie am Vortag mit sieben sehr mageren Berliner Rennen zufriedensein mussten. Da ist doch ein Machtwort des Verbandes nötig, um diese Termine zu entzerren, Tradition hin oder her.

SPOX in action: Ein Redakteur geht reiten

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