Kolumne: Rennbahnspion

Deutschland einig Traberland

SID
Freitag, 04.02.2011 | 15:43 Uhr
Die Trabrennbahn Hamburg-Bahrenfeld gehört zu den wenig wirklich großen Arenen in Deutschland
© Getty
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Für Aufsehen, wenn auch nicht unbedingt im positiven Sinne, sorgte dieser Tage die Jahres-Pressekonferenz des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen.

Immerhin bemüht man sich in Köln um Transparenz, zumal die Veranstaltung live via Galopper-TV ausgestrahlt wurde. Von einer derartigen Form der Öffentlichkeitsarbeit sind die deutschen Traber weit entfernt.

An eine Jahres-Pressekonferenz des Hauptverbandes HVT oder etwas Vergleichbares kann man sich beim besten Willen nicht erinnern. Wer sollte dort erscheinen? Die Haus- und Hofjournalisten kann man auch telefonisch instruieren, die restlichen, allerdings wirklich wichtigen Medien müsste man erst einmal davon überzeugen, dass es den Trabrennsport in Deutschland noch gibt.

Für wen sollte Winrace sprechen?

Sie täglich per Fax oder Mail mit lieblosen, immer gleich klingenden Meldungen zu bombardieren, wie es die vom HVT beauftragte Nachrichtenagentur tut, genügt eben nicht. Dafür gibt es Papierkörbe, auch die virtuellen.

Eine PK könnte doch eigentlich auch Winrace anberaumen, der Vermarkter und Rechteinhaber aller HVT-Bahnen. Nur, für wen sollte Winrace sprechen?

Außer für Gelsenkirchen, betrieben vom eigenen Winrace Rennverein e.V., und für Hamburg-Bahrenfeld, wo man ebenfalls seine Marionetten installiert hat.

Etwa für München-Daglfing, der einstigen Hochburg des deutschen Trabrennsports, in der in absehbarer Zeit für immer die Lichter ausgehen?

Eher nicht, nachdem Daglfinger Vorstandsmitglieder in Internet-Foren unverhohlen Winrace die Mitschuld am Untergang der ehemaligen Vorzeigebahn geben.

Boom-Bahn verschwindet von Traber-Landkarte

Könnte Winrace für Berlin-Mariendorf sprechen? Wo man dank eines investitionsfreudigen Präsidenten, dem die Derbybahn selbst gehört, unabhängig ist von externen Zuwendungen wie den des Winrace-Mäzen Günter Herz.

In Berlin ist man nicht einmal bereit, die Minimal-Vorgaben der Zentralvermarktung durch Winrace umzusetzen. So trägt die Mariendorfer Internetseite nach wie vor nicht das von Winrace vorgegebene Einheitsdesign, sondern erlaubt sich eine eigene persönliche Note.

Beim Derby 2010 waren sämtliche Winrace-Logos durch die des Sponsors, eines Buchmachers (!), überklebt.

Hat sich Winrace jemals wirklich für die kleinen Bahnen interessiert? Ohne großzügige Gönner und ehrenamtliche Helfer im Rücken wären Straubing und Mönchengladbach, zwei Arenen mit großer Tradition, längst tot.

In Dinslaken waren die Tore schon geschlossen, eine hohe Steuernachzahlung hatte den alten Verein in die Insolvenz getrieben. Wiederbelebt wurde die populäre Halbmeilen-Bahn durch Investoren aus der Region.

Winrace soll sich mit Unterstützung, auch ideeller, sehr zurückgehalten haben.

Verschwinden wird von der deutschen Traber-Landkarte nach Mühldorf, Elmshorn und Recklinghausen nun auch Pfaffenhofen, die Boom-Bahn der 80er und 90er Jahre, die nicht nur wegen ihrer außergewöhnlichen Lage inmitten der Hallertauer Hopfenfelder und der exquisiten Gastronomie weit über Bayerns Grenzen hinaus bekannt und geschätzt war.

Pfaffenhofen wurde zum Mischgebiet

Wegen der Loyaliltät zum langjährigen Hauptsponsor, einem Buchmacher (!), der den Köpfen von Winrace nicht ins Konzept passte, wurde der alte Verein mit allen denkbaren Schikanen in den Ruin getrieben.

Als neuer Veranstalter trat der damals noch mit Winrace befreundete Münchner Trabrenn- und Zuchtverein auf, dilettierte jedoch nach bewährtem Daglfinger Muster und zog sich bald wieder zurück.

Unlängst wurde das Rennbahngelände vom Sondernutzungsgebiet für Pferdesport in ein Mischgebiet umgewidmet, auf dem künftig Public Viewing, ein Hüpfburgenpark, Bungee-Jumping, eine Gartenausstellung oder Gesundheitsmessen stattfinden.

Gescheitert ist die Demontage bislang an der zweiten Berliner Bahn Karlshorst, im einstigen Ostteil der Stadt.

Traum von deutscher Trabrennbahn a la PMU geplatzt

Allerdings nur, da man sich den Winrace-Schergen entzog und mit der Traberliga im Handstreich einen eigenen deutschen Zuchtverband gründete, sich zeitweise einen eigenen Fernsehsender leistete und sich mittlerweile sogar vom Toto-System, das Winrace präferiert, unabhängig gemacht hat.

Als Winrace antrat, wollte man den deutschen Trabrennsport einen, träumte von einer großen Dachmarke à la PMU in Frankreich oder ATG in Schweden.

Die Umsetzung der Pläne ist nicht im Ansatz gelungen.

Sinnvolle Konzepte, zu denen auch eine Jahres-Pressekonferenz gehört, vermisst man bis jetzt. Stattdessen regiert der "Holzhammer". Nie war der deutsche Trabrennsport zerrissener als heute.

Rennbahnspion: Grabrede und blaues Blut

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