Die Grundlagen des Pferdesports

365 Tage Spiel, Sport und Spannung!

SID
Mittwoch, 26.01.2011 | 15:52 Uhr
Das Kentucky Derby elektrisiert Jahr für Jahr die amerikanischen Pferdesport-Fans
© Getty
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Ab sofort berichtet SPOX regelmäßig und topaktuell vom Pferdesport! Aber worum geht es dabei überhaupt. Um diesen faszinierenden Sport in all seinen Facetten zu verstehen, muss man zunächst einmal wissen, wo er herkommt. SPOX blickt zurück - und beschreibt zudem die traditionsreichsten Rennbahnen sowie die perfekt funktionierende Ehe zwischen Pferdesport und Wetten.

Pferderennen gehören zu den ältesten organisierten Sportarten der Menschheit. Bereits im Jahr 720 vor Christus liefen im alten Rom Pferde à la Ben Hur um die Wette. Die Wiege des Galopprennsports steht allerdings in England.

Hier ließ sich im Jahr 208 der römische Kaiser Septimus Serverus nach seinem Feldzug gegen die Britannier nieder und errichtete in Yorkshire die erste Rennbahn. Er war ein großer Anhänger der rasanten Wettkämpfe und ließ sich aus diesem Grund Pferde aus dem fernen Orient nach England bringen. Mit der Rasse des Arabischen Vollblüters wurde im 16. Jahrhundert die Zucht des Englischen Vollbluts begründet.

Die Verbreitung des Galopprennsports erfolgte überall dort in der Welt, wo es einen britischen Einfluss gab. In Nordamerika wurde das erste offizielle Pferderennen im Jahr 1665 auf Long Island veranstaltet.

Das erste organisierte Rennen auf französischem Boden fand im Jahr 1776 in Paris statt. In Deutschland gründete sich im Jahr 1822 der Rennverein Bad Doberan, der noch heute das berühmte Ostsee-Meeting veranstaltet.

Weltweit werden mehrere Milliarden Dollar gewettet

Der Sulkysport hat seinen Ursprung dagegen in der Landwirtschaft. Bei den ersten Trabrennen handelte es sich um von Bauern organisierte Veranstaltungen, bei denen die Pferde in den Gangarten Pass oder Trab liefen.

Die Entwicklung der Trabrennen im eigentlichen Sinne begann im 19. Jahrhundert mit dem Import des russischen Orlow-Trabers. In den USA waren die Passrennen jedoch beliebter als die Trabrennen, was zu einem eigenen Rennsystem führte.

Heute erfreut sich der Pferderennsport auf dem gesamten Globus einer riesigen Popularität. Weltweit werden jährlich mehrere Milliarden Dollar gewettet - längst nicht mehr nur durch Wetten auf der Rennbahn. Im Zeitalter des Internets kann 24 Stunden lang praktisch von jedem Ort aus gezockt und mitgefiebert werden.

Prix de l'Arc de Triomphe und Kentucky Derby

Dabei kennt der Pferderennsport keine Jahreszeiten. Die Europäer und die Amerikaner bestreiten ihre Hauptsaison zwischen Juni und Oktober. Als absolutes Highlight gilt der Prix de l'Arc de Triomphe auf der Pariser Rennbahn Longchamp mit einer Dotation von vier Millionen Euro. Eine besondere Faszination geht auch vom Epsom Derby aus, dem alljährlich die Queen ihre Aufwartung macht.

In den USA fiebert die Rennsportgemeinde dem Kentucky Derby entgegen. Rund 150.000 Fans pilgern dann Anfang Mai auf die Rennbahn von Churchill Downs. Hierzulande genießen das Deutsche Derby in Hamburg Horn sowie die beiden Rennwochen in Baden-Baden große Tradition und Beliebtheit.

Die Freunde von Hürden- und Jagdrennen kommen im Herbst auf ihre Kosten. Dann beginnen in England und Irland die großen Meetings mit den Höhepunkten in Cheltenham und Aintree, wo mit dem Grand National eines der schwersten und längsten Pferderennen über mehr als sieben Kilometer mit 30 Hindernissen ausgetragen wird.

Auch die Araber sind auf den Geschmack gekommen

Währenddessen zieht der Tross weiter in den Süden. Asien, Australien, Neuseeland, Südafrika und immer mehr auch die arabischen Emirate veranstalten lukrative Rennen. Im März 2010 eröffnete Scheich Mohammad bin Rashid Al Makhtoum, selbst Besitzer unzähliger Rennpferde, in Dubai eine neue Super-Rennbahn.

Der Meydan Racecourse am Persischen Golf ist für 60.000 Besucher konzipiert und beheimatet neben verschiedenen Rennpisten einen Golfkurs, ein Museum sowie mehrere Luxushotels. Mit dem Dubai World Cup (26 Mio. Dollar) wird in Meydan das höchstdotierte Rennen der Welt ausgetragen.

Die Traber - ohnehin wetterunabhängig - laufen zwischen November und März beim Wintermeeting auf der berühmten Rennbahn von Paris-Vincennes zu Höchstform auf. Als inoffizielle Weltmeisterschaft der Sulkyfraktion gilt der Prix d'Amerique, der alljährlich am letzten Januar-Sonntag um eine Million Euro in der französischen Hauptstadt ausgetragen wird.

Frankreich ist auch die Hochburg des so genannten Monte, in dem die Traber unter dem Sattel antreten. Einen großen Stellenwert besitzt der Trabrennsport überdies in den skandinavischen Ländern, vor allem in Schweden, wo sich die besten Sprinter der Welt Ende Mai im Solvalla Elitloppet treffen.

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