Freitag, 23.01.2015

Rallye Monte Carlo

Loeb fällt zurück

Rekordweltmeister Sebastien Loeb und Titelverteidiger Sebastien Ogier liefern sich am zweiten Tag der Rallye Monte Carlo ein Privat-Duell um den ersten Saisonsieg in der Königsklasse.

Sebastien Loeb führt als Gaststarter noch immer die Rallye Monte Carlo an
© getty
Sebastien Loeb führt als Gaststarter noch immer die Rallye Monte Carlo an

"Gaststarter" Loeb liegt im Citroën DS3 nach fünf von insgesamt 15 Wertungsprüfungen nur noch drei Sekunden vor seinem französischen Landsmann und verlor im Laufe des Freitags damit bereits zehn Sekunden seines Vorsprungs. Dritter ist Ogiers Volkswagen-Teamkollege Jari-Matti Latvala (Finnland) mit bereits 1:10 Minuten Rückstand.

Der 40-jährige Loeb war am Freitagmorgen mit 13 Sekunden Vorsprung auf Ogier gestartet und baute den Abstand auf der ersten Prüfung des Tages zunächst auf fast 30 Sekunden aus. Der fünfte Teilabschnitt sorgte dann jedoch für neue Spannung, nachdem Loeb auf rutschigem Untergrund viel Zeit verlor. Bis Freitagnachmittag standen noch drei weitere Prüfungen auf dem Programm.

"Manchmal muss man hier wirklich kämpfen", sagte der neunmalige Weltmeister: "Es ist sehr, sehr schlammig und wir müssen ziemlich viel Risiko eingehen." Loeb, der es zu 78 Siegen in der Rallye-Weltmeisterschaft gebracht hat, gibt bei der "Monte" nur ein kurzes Comeback in der WRC. In Zukunft will er sich weiter auf die Tourenwagen-WM konzentrieren.

Der frühere Formel-1-Pilot Robert Kubica überzeugte derweil mit Bestzeiten auf der vierten und fünften Prüfung. Der Pole hatte allerdings bereits am Donnerstag zunächst durch einen Ausritt Zeit verloren und die Etappe anschließend mit Elektronik-Problemen abbrechen müssen. Kubica startete am Freitag mit einer zehnminütigen Zeitstrafe neu.

Loeb mit Fahrfehler zum Abschluss des zweiten Tages

Sébastien Loeb hat zum Abschluss des zweiten Tages bei der Rallye Monte Carlo nach einem Fahrfehler voraussichtlich alle Siegchancen eingebüßt. Sein französischer Landsmann und Titelverteidiger Sébastien Ogier übernahm souverän die Spitze beim Saisonauftakt.

"Gaststarter" Loeb hatte im Citroën DS3 auf der achten von insgesamt 15 Wertungsprüfungen einen Schaden an der linken Hinterradaufhängung seines Autos und verlor dadurch in der Gesamtwertung rund zehn Minuten auf Ogier (VW Polo R WR, der am Samstag mit 1:45,4 Minuten Vorsprung auf seinen finnischen Teamkollegen Jari-Matti Latvala an den Start geht. Bereits auf dem siebten Teilstück hatte der 40-jährige Loeb, der auf Rang 15 geführt wird, seine Führung an den neun Jahre jüngeren Ogier verloren.

"Es passierte, als ich einen Stein an einer eisigen Stelle berührt habe. Es war kein harter Schlag, aber etwas war nicht mehr in Ordnung", sagte Loeb: "Ich habe es mit einer anderen Reifenwahl probiert und einen Fehler gemacht." Nach der Kollision versuchten Loeb und Co-Pilot Daniel Elena, den Schaden notdürftig zu reparieren, um es noch in den Servicepark nach Gap schaffen. Ob Loeb am Samstag an den Start gehen kann, war zunächst offen.

Loeb, der es zu 78 Siegen in der Rallye-Weltmeisterschaft gebracht hat, gibt bei der "Monte" nur ein kurzes Comeback in der WRC. In Zukunft will er sich weiter auf die Tourenwagen-WM konzentrieren.


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