Motorsport

MotoGP: Marquez feiert zehnten Sieg am Sachsenring - Bradl wieder Zehnter

SID
Marc Marquez hat am Sachsenring gewonnen.

MotoGP-Weltmeister Marc Marquez bleibt der König vom Sachsenring. Der spanische Honda-Pilot gewann beim Großen Preis von Deutschland überlegen das Rennen der Motorrad-Königsklasse und feierte auf der Strecke bereits seinen zehnten Sieg in Serie. Seit 2010 hat Marquez klassenübergreifend jeden Lauf auf dem Traditionskurs für sich entschieden - immer von der Pole Position.

Ersatzmann Stefan Bradl fuhr vor heimischem Publikum bei seinem zweiten Saisoneinsatz als Zehnter erneut in die Punkte. Der 29-Jährige, im Honda-Werksteam an Marquez' Seite für dessen verletzten Landsmann Jorge Lorenzo am Start, hatte Anfang Mai in Jerez die gleiche Platzierung geholt. Ob Bradl nach der vierwöchigen Sommerpause in Brünn/Tschechien (4. August) noch einmal ran darf, ist offen.

Marquez setzte sich schnell an der Spitze ab und fuhr ein einsames Rennen. Im Ziel hatte der Titelverteidiger fast fünf Sekunden Vorsprung auf Maverick Vinales (Spanien/Yamaha), Dritter wurde der Brite Cal Crutchlow (Honda).

Marquez steht nach neun von 19 Rennen bei 185 WM-Punkten. Dahinter folgt mit großem Abstand Andrea Dovizioso (127), der am Sachsenring hinter seinem Teamkollegen Danilo Petrucci (beide Italien/Ducati) Fünfter wurde.

Moto2: Schrötter fährt auf das Podium

Marcel Schrötter ist derweil beim Heimspiel auf das Podium gestürmt. Der 26-Jährige aus Vilgertshofen wurde in der Moto2 Dritter und schaffte es zum vierten Mal in seiner Karriere unter die besten Drei. Lediglich der Spanier Alex Marquez und Brad Binder aus Südafrika waren für Schrötter nicht zu holen.

"Es ist unglaublich. Ich wollte mehr, es war ein guter Kampf", sagte Schrötter: "Ich habe mich nicht perfekt gefühlt, aber mein Bestes für das Podium gegeben. Ich bin super happy, dass ich beim Heimrennen wieder auf dem Treppchen stehe."

Rückkehrer Jonas Folger kam nicht in die Punkte. Der Oberbayer, vor zwei Jahren auf dem Sachsenring in der MotoGP sensationell Zweiter, belegte den 17. Platz. Lukas Tulovic (Eberbach) wurde 24.

Der von Rang drei gestartete Schrötter eroberte nach einem guten Start Ende der ersten Runde die Spitze, fiel dann aber schnell auf Position fünf zurück. Nach und nach kämpfte sich der Oberbayer wieder nach vorn, acht Runden vor Schluss gelang der Sprung auf Platz zwei. Binder konnte danach wieder vorbeigehen und war nicht mehr zu packen, Marquez gewann überlegen.

Für Folger war es der dritte und vorerst letzte Einsatz als Ersatzmann nach einem Burn-out und einer 21-monatigen Rennpause. Philipp Öttl (Ainring) war wegen der Folgen einer Gehirnerschütterung wie in den vorherigen beiden Läufen nicht am Start.

Moto3: Dalla Porta schnappt sich den Sieg

In der Moto3 holte sich der italienische Motorrad-Pilot Lorenzo Dalla Porta (21) seinen ersten Saisonsieg und übernahm die Führung im WM-Klassement. Mit seiner Honda lag der neue Spitzenreiter beim Großen Preis von Deutschland knapp vor seinem Teamkollegen Marcos Ramirez (Spanien) und dem vorherigen Führenden Aron Canet (Spanien/KTM), der von Startplatz 22 nach einer Aufholjagd aufs Podium fuhr.

Dalla Porta hat nach neun von 19 Rennen vor der vierwöchigen Sommerpause 125 Punkte auf dem Konto, dicht dahinter folgt Canet (123) vom Max Racing Team des früheren deutschen Rennfahrers Peter Öttl.

Dirk Geiger wurde bei seinem WM-Debüt 23. und Vorletzter. Der 16-Jährige aus Mannheim war mit einer Wildcard am Start. Der Tscheche Jakub Kornfeil vom deutschen Team Prüstel GP mit Sitz am Sachsenring wurde Zehnter.

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