Motorsport

MotoGP: Marc Marquez ist Weltmeister 2018 - und kugelt sich beim Jubeln die Schulter aus

SID
Marc Marquez hat sich erneut zum Weltmeister gekürt.
© getty

Marc Marquez feiert in Motegi seinen siebten Titel in der Motorrad-WM. Die deutschen Fahrer Philipp Öttl und Marcel Schrötter enttäuschen in ihren Klassen.

Auf dem Weg zum fünften Titel in der MotoGP raste Marc Marquez mal wieder allen davon, gleich danach brauchte der Spanier allerdings Erste Hilfe. Der Jubel auf der Ehrenrunde in Japan fiel derart heftig aus, dass sich Marquez die linke Schulter auskugelte.

"Sie ist einfach rausgesprungen", erzählte der 25-Jährige später lachend, "mit dem Adrenalin tat es glücklicherweise nicht sehr weh. Aber auf der Tanzfläche darf ich es jetzt nicht übertreiben."

Gefeiert wurde dennoch ausgiebig, denn durch den Sieg in Motegi machte Marquez die erfolgreiche Titelverteidigung perfekt - zum siebten Mal Weltmeister, zum fünften Mal in der Königsklasse. Zudem sicherte er sich den Triumph bereits im viertletzten Saisonrennen, nur 2014 war er derart überlegen gewesen.

Marquez: "Es fühlt sich richtig an"

"Es fühlt sich richtig, richtig gut an. Ich hatte früh in der Saison das Gefühl, dass es das Jahr werden kann. Wichtig ist, gleich die erste Chance zu nutzen", sagte Marquez: "Wir genießen es jetzt einfach."

Erneut hatte der Honda-Fahrer unter Beweis gestellt, dass er aktuell kaum zu schlagen ist. Von Platz sechs aus war Marquez gestartet, nach wenigen Metern aber hatte er bereits Tuchfühlung zur Spitze aufgenommen. Sein Kontrahent Andrea Dovizioso führte fast das gesamte Rennen an - es sollte nicht reichen.

Wenige Runden vor dem Ende setzte Marquez das entscheidende Überholmanöver. Ducati-Pilot Dovizioso versuchte alles, riskierte alles und damit zu viel.

In der vorletzten Runde sorgte ein Sturz des Italieners für die Entscheidung im Rennen und in der WM. Cal Crutchlow (Großbritannien/Honda) belegte den zweiten Platz, der Spanier Alex Rins auf Suzuki wurde Dritter.

Moto2: Schrötter erwischt einen schwarzen Tag

Einen schwarzen Tag erwischte Moto2-Pilot Marcel Schrötter. Der Kalex-Pilot aus Vilgertshofen startete von Platz vier, wurde aber bereits in der ersten Runde bis auf den zehnten Platz durchgereicht. Zunächst fuhr Schrötter sogar nur als Elfter durch das Ziel, profitierte später aber von der Disqualifikation des eigentlichen Siegers Fabio Quartararo.

Der Franzose wurde wenige Stunden nach dem Rennen wegen eines zu geringen Reifendrucks aus der Wertung genommen. Den Sieg erbte der WM-Führende Francesco Bagnaia (Italien).

Sein Landsmann Lorenzo Baldassarri wurde neuer Zweiter, Miguel Oliveira (Portugal) erhielt Platz drei. Bagnaia baute den Vorsprung in der Gesamtwertung auf Oliveira drei Rennen vor Saisonende auf 37 Punkte aus.

Moto3: Öttl bleibt ohne Punkte

In der Moto3-Klasse blieb Philipp Öttl nach einem schwachen Qualifying ohne Punkte. Der 22-Jährige aus Ainring verbesserte sich von Startplatz 22 noch auf den 16. Platz, verpasste die Punkteränge aber um etwas mehr als eine halbe Sekunde.

Durch einen Sturz des WM-Führenden Jorge Martin (Spanien) und einen Sieg seines schärfsten Verfolgers Marco Bezzecchi (Italien) spitzt sich der Kampf um den Titel in der kleinsten Klasse weiter zu. Martin und Bezzecchi sind in der Gesamtwertung nur noch durch einen Punkt getrennt.

Hinter dem Italiener vom deutschen Team Prüstel GP wurde sein Landsmann Lorenzo Dalla Porta Zweiter vor dem Südafrikaner Darryn Binder, der in der letzten Runde führte und in der letzten Kurve zwei Plätze verlor.

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