Motorsport

Folger geht vor Heimspiel erstmals leer aus

SID
Jonas Folger geht erstmals leer aus

Ausgerechnet bei der Generalprobe für den Sachsenring erwischte Jonas Folger einen gebrauchten Tag. Eine Woche vor seinem Heimrennen ging der 23-Jährige erstmals seit dem Aufstieg in die MotoGP leer aus. Nach einer verkorksten ersten Runde stürzte der Yamaha-Pilot aus Mühldorf am Inn beim Großen Preis der Niederlande in Assen und gab auf.

"Es ist wirklich schade, was heute passiert ist, und ich bin sehr enttäuscht", sagte Folger. Das Rennen im Nachbarland stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Folger verbaute sich nach wenigen Kilometern alle Chancen auf ein gutes Ergebnis, als er wegen eines Fahrfehlers von der Strecke abkam und sich erst am Ende des Feldes wieder einreihen konnte.

"Ich habe versucht, mich nach vorne zu kämpfen, aber ich hab keinen guten Rhythmus gefunden, weil ich zwischen langsameren Fahrern steckte", so Folger. Und es kam noch schlimmer. 17 Runden vor Schluss flog der fünfmalige Grand-Prix-Sieger ins Kiesbett, zu diesem Zeitpunkt lag er nur auf der 17. Position. Dabei hatte der Rookie als Sechster des Qualifyings beim Start in der Königsklasse noch nie so weit vorn gestanden.

Valentino Rossi umjubelter Sieger

Umjubelter Sieger vor 105.000 Zuschauern war Valentino Rossi. Italiens Superstar stand zum ersten Mal seit über einem Jahr und zum zehnten Mal in Assen ganz oben. "Es ist fantastisch", sagte der 38-Jährige im Parc fermé.

Der neunmalige Weltmeister verwies mit der Yamaha seinen Landsmann Danilo Petrucci (Ducati) sowie Titelverteidiger Marc Márquez aus Spanien (Honda) auf die Plätze zwei und drei. Im Klassement führt weiter Andrea Dovizioso (Italien/Ducati) mit nun 115 Punkten vor dem Spanier Maverick Vinales (Yamaha/111) und Rossi (108).

In der Moto2 verpasste Marcel Schrötter sein drittes Top-10-Ergebnis des Jahres. Der Vilgertshofener wurde Elfter, sein Teamkollege Sandro Cortese (Berkheim/beide Kalex) schied erneut nach einem Sturz aus.

Der von Platz neun gestartete Schrötter rutschte nach einer Kollision beim Start bis auf Position 21 ab und kämpfte sich anschließend zurück nach vorn. Vor zwei Wochen hatten Schrötter (24) und der frühere Moto3-Weltmeister Cortese (27) in Barcelona nicht die Zielflagge gesehen.

Franco Morbidelli setzte sich durch

Ein Quintett kämpfte bis zum Schluss um den Sieg, der italienische WM-Spitzenreiter Franco Morbidelli setzte sich vor seinem härtesten WM-Rivalen Tom Lüthi (Schweiz/beide Kalex) durch. Morbidelli steigt zur kommenden Saison in die MotoGP auf, dies gab sein Marc-VDS-Team vor dem Start bekannt.

Philipp Öttl gelang es auch in Assen nicht, seine Krise zu beenden. Nach seinem verpatzten Qualifying (26.) holte der 21-Jährige aus Ainring in der Moto3 als Elfter zwar fünf WM-Zähler, war aber völlig unzufrieden. "Ich habe wie immer den Rennspeed gehabt, das ist nichts Neues. Wir gehören eigentlich ganz woanders hin", ärgerte sich Öttl bei Eurosport.

Der KTM-Pilot, der wegen einer Disqualifikation von Lokalmatador Bo Bendsneyder eine Position vorrückte, will sich vor dem anstrengenden Heim-GP ausgiebig erholen: "Ich werde morgen erstmal ausschlafen, Dienstag vielleicht auch."

Aron Canet feierte seinen zweiten Saisonsieg, der Spanier gewann knapp vor Romano Fenati aus Italien und John McPhee aus Großbritannien. WM-Spitzenreiter Joan Mir (Spanien/alle Honda) wurde diesmal nur Neunter. Öttl konnte sich wie bereits in den vergangenen Wochen im Rennverlauf nach vorn arbeiten. Für das dritte Top-10-Ergebnis des Jahres reichte es aber nicht mehr.

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