MotoGP: Bradl Zehnter in Japan

Marquez zum dritten Mal MotoGP-Weltmeister

SID
Sonntag, 16.10.2016 | 09:09 Uhr
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Marc Marquez ist zum dritten Mal Weltmeister der MotoGP. Der Honda-Fahrer gewann den Großen Preis von Japan und ist nach den Ausfällen seiner Titelrivalen Valentino Rossi und Jorge Lorenzo nicht mehr von der Spitze der Fahrerwertung zu verdrängen. Stefan Bradl erreichte als Zehnter sein sechstes Top-10-Ergebnis der Saison.

"Es ist ein großartiges Gefühl. Vor dem Rennen dachte ich, es wäre unmöglich, hier bereits den Titel zu holen", sagte Marquez, der sein Punktekonto durch seinen fünften Saisonsieg auf 273 Punkte aufstockte: "Es war schwer, sich zu konzentrieren, nachdem ich mitbekommen hatte, dass erst Rossi und dann Lorenzo raus sind." Vor seinen Titelgewinnen in der MotoGP war Marquez bereits Weltmeister der Moto3 (2010) und der Moto 2 (2012).

Pole-Setter Rossi (196 Punkte), der siebenmal den Titel in der Königsklasse gewann (zuletzt 2009), verspielte seine letzten WM-Chancen mit einem frühen Sturz. Nach sieben Runden stellte der "Doctor" seine Maschine ab. Als auch Titelverteidiger Lorenzo (182) auf Platz zwei liegend fünf Runden vor Rennende nach einem Fahrfehler im Kies landete, musste Marquez nur noch seinen Vorsprung auf den Italiener Andrea Dovizioso (Ducati) und Suzuki-Pilot Maverick Vinales (Spanien) konservieren.

Bradl, der in der kommenden Saison in der Superbike-WM an den Start gehen wird, fuhr von Startplatz 13 ein starkes Rennen mit konstant guten Rundenzeiten. Der 26 Jahre alte Aprilia-Pilot profitierte allerdings auch von den Ausfällen der Top-Stars Rossi und Lorenzo.

Jubiläum für Cortese

Sandro Cortese hat seinen 200. Grand Prix mit seinem besten Saisonresultat gekrönt. Der Berkheimer fuhr in der Moto2 auf den fünften Platz. Während Marcel Schrötter (Tordera) Neunter wurde, erlebte Deutschlands Top-Pilot Jonas Folger (Tordrera) eine Enttäuschung. Der Brünn-Sieger stürzte in der vierten Runde mit seiner Kalex und schied aus.

Der Sieg in Motegi ging an den Schweizer Thomas Lüthi vor Weltmeister Johann Zarco (Frankreich) und dem Italiener Franco Morbidelli.

Zarco verpasste zwar seinen sechsten Saisonsieg, baute aber bei noch drei ausstehenden Rennen seinen Vorsprung in der WM auf seinen Verfolger Alex Rins auf 21 Zähler aus. Der Spanier litt unter Schulterproblemen und kam als 20. nicht in die Punkteränge. "Ich bin glücklich mit dem Podium", sagte Zarco: "Rins hatte Probleme an diesem Wochenende. Das ist gut für mich, ich habe in der WM-Wertung Punkte gut gemacht."

Öttl kämpft sich auf Rang fünf vor

Philipp Öttl hat seine Aufholjagd mit seinem dritten Top-Fünf-Resultat der Saison gekrönt. Beim Moto3-Rennen kämpfte sich der 20-Jährige nach einer mäßigen ersten Rennhälfte von Startplatz zehn noch auf den fünften Rang nach vorne. Besser hatte Öttl in diesem Jahr nur im April in Austin/USA als Vierter abgeschnitten.

Der Sieg ging an den Enea Bastianini. Der 18-jährige Italiener bezwang den bereits als Weltmeister feststehenden Südafrikaner Brad Binder um 17 Tausendstelsekunden. Der fünfmalige Saisonsieger Binder hatte lange wie der sichere Sieger ausgesehen, seine abbauenden Reifen bereiteten ihm in den letzten Runden aber große Probleme.

Vor dem drittletzten Saisonrennen am kommenden Sonntag in Philipp Island/Australien führt Binder in der WM mit 269 Punkten vor Bastianini (164) und dem Spanier Jorge Navarro (143). Öttl liegt mit 73 Punkten auf Rang elf.

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