Enttäuschung für Folger und Cortese

SID
Sonntag, 18.10.2015 | 09:36 Uhr
Vier Runden vor Schluss musste Jonas Folger auf Rang vier liegend aufgeben
© getty
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Entnervt schlug Jonas Folger auf den Lenker seiner Kalex-Maschine und schüttelte ungläubig mit dem Kopf: Vier Runden vor dem Ende des Großen Preises von Australien zwang ihn ein Reifenschaden zur Aufgabe. Wenige Runden zuvor hatte auch Sandro Cortese (Berkheim) das Aus ereilt, als er nach einem Fahrfehler stürzte.

Lange Zeit hatte es für Folger so gut ausgesehen, doch vier Runden vor dem Ende des Großen Preises von Australien musste der Moto2-Pilot seine Hoffnungen auf eine neuerliche Podiumsplatzierung begraben - auf Rang vier liegend zwang ihn ein Reifenschaden zur Aufgabe.

Auch Cortese (Berkheim) ärgerte sich nach seinem Sturz über das Ausscheiden. "Das war extrem schade. So wie es bei den Piloten vor mir lief, hätte ich nichts machen müssen, sondern nur sitzen bleiben", sagte Cortese bei Speedweek.com. Da geriet es fast zur Randnotiz, dass Marcel Schrötter (Tordera/Spanien) nach einer fehlerfreien Leistung als Zwölfter in die Punkte fuhr.

Folger und Cortese waren bereits in der Boxengasse, als der Spanier Alex Rins (Kalex) jubelnd über die Ziellinie raste und den Sieg vor dem Briten Sam Lowes (Speed Up) und Lorenzo Baldassarri (Italien/Kalex) ausgelassen feierte.

Der neue Weltmeister Johann Zarco (Frankreich/Kalex), der am vergangenen Wochenende in Japan seinen ersten Titelgewinn vorzeitig perfekt gemacht hatte, fuhr auf Rang sieben.

Auch Bradl enttäuscht

In der Königsklasse MotoGP erlebte Stefan Bradl auch zum Abschluss des Wochenendes eine bittere Enttäuschung. Nur als 21. kam der 25 Jahre alte Aprilia-Pilot aus Zahling ins Ziel und verlor damit auch das teaminterne Duell mit dem Spanier Alvaro Bautista (14.) deutlich. "Es ist inakzeptabel, so weit hinter dem Teamkollegen zu sein. Ich muss schauen, dass ich das in Zukunft besser mache. Darüber muss ich mir Gedanken machen", sagte Bradl.

Beim dramatischen Vierkampf um den Sieg hatte der entthronte Weltmeister Marc Marquez die besten Nerven. Der Spanier siegte vor dem WM-Zweiten Jorge Lorenzo (Spanien/Yamaha) und dem Italiener Andrea Iannone (Ducati). WM-Spitzenreiter Valentino Rossi (Italien/Yamaha) musste sich mit Rang vier zufrieden geben - in der Gesamtwertung schrumpfte sein Vorsprung auf Lorenzo nur noch elf Zähler zusammen.

Beim deutschen Team Leopard Racing fiel die große Titelparty in der Moto3 erneut aus. Der britische WM-Führende Danny Kent schied nach einem Sturz aus und verpasste wie bereits eine Woche zuvor in Japan den vorzeitigen Titelgewinn. Allerdings beendete auch sein bis dato schärfster Rivale und Honda-Markenkollege Enea Bastianini (Italien) das Rennen nicht.

Öttl Siebter

So hat Kent am kommenden Wochenende eine neue Chance, um sich zum ersten Mal zum Weltmeister in der kleinsten Motorenklasse zu krönen. Der Sieg in Australien ging an den Portugiesen Miguel Oliveira (KTM), der seinen vierten Saisonsieg feierte und damit seine kleine Chance auf den WM-Titel wahrte. Zwei Rennen vor dem Saisonende führt Kent (244 Punkte) in der Gesamtwertung vor Oliveira (204) und Bastianini (188).

Philipp Öttl (Ainring/KTM) behielt im chaotischen Rennen den Durchblick und fuhr auf den starken siebten Rang. "Es war nicht einfach, aber wir fahren alle einen ähnlichen Speed. Diese Strecke hat nicht besonders viele Kurven", sagte Öttl: "Deshalb muss man immer schauen, dass man genug Speed mitnimmt. Und das habe ich gut gemacht." Für den 19-Jährigen war es die beste Saisonplatzierung seit dem dritten Platz beim Großen Preis in den USA im August.

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