Nach Rennen in Budapest

Wittmann bekommt Punkte aberkannt

SID
Sonntag, 25.09.2016 | 22:30 Uhr
Marco Wittmann beendete das Rennen als Viertplatzierter
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Die Freude über Platz vier in Budapest und wichtige Punkte auf dem Weg zum Titel hielt bei DTM-Pilot Marco Wittmann nur wenige Stunden. Dann wurde der 26-Jährige aus Markt Erlbach disqualifiziert.

Sein BMW M4 entsprach nicht dem technischen Reglement. Die Höhe der Unterbodenplatte an seinem Fahrzeug war zu gering. Dadurch geht Wittmann nur mit 14 statt 26 Zählern Vorsprung auf den Italiener Edoardo Mortara (Audi) ins Saisonfinale in Hockenheim (15./16. Oktober).

Derselbe Grund wie bei Wittmann führte auch zum Ausschluss des drittplatzierten Spaniers Daniel Juncadella (Mercedes-AMG). BMW und Mercedes haben Berufung gegen die Entscheidung der Sportkommissare angekündigt.

Wittmann hatte sich beim 16. Saisonrennen nach einem Startunfall nach vorne gekämpft. Tragische Figur auf dem Hungaroring vor den Toren Budapests war zunächst Mortara. Der Audi-Pilot kam beim Start nicht gut weg, drängte Wittmann ins Gras und verursachte einen Crash zwischen seinem Markenkollegen Jamie Green (Großbritannien) und Wittmann. Trotz des Sieges von Mattias Ekström (Schweden) war es ein gebrauchter Tag für Audi.

Green mit Titelchancen

Der von Mortara verschuldete Kontakt führte nicht nur zu Beschädigungen an Wittmanns Wagen, sondern am eigenen Boliden - der Audi musste vorzeitig an die Box. Fortan fuhr er als Letzter einsam hinterher, drei Runden vor Schluss stellte er den Wagen ab. "Ich wurde zusammengedrückt, war im Sandwich zwischen Wittmann und Green. Ich hatte einen schlechten Start. Aber das ist ein Rennunfall, so was passiert. Für die Meisterschaft ist das ganz enttäuschend", sagte Mortara, der nun aber wieder neue Hoffnung schöpft. Green hat bei 39 Punkten Rückstand auf Wittmann bei noch zwei ausstehenden Rennen ebenfalls wieder Titelchancen.

Wittmann fuhr trotz der Schäden an seinem Auto weiter, abgeschirmt von zwischenzeitlich fünf BMW hinter ihm. "Ich hatte einen sehr guten Start. Er (Mortara, d. Red.) zieht rüber und drückt mich weiter ins Gras. Wenn er einen Fehler macht, muss er mich nicht auf die Wiese drücken. Das ist Gott sei Dank glimpflich für alle ausgegangen. Ich fand's ein bisschen schade", sagte Wittmann nach dem Rennen. "Mir tut's irgendwie leid für Edo. Ich wäre gerne ein anderes Rennen gefahren."

Mortara hatte am Vortag noch eine Galavorstellung gezeigt. Am Samstag war die Dominanz der Audi erdrückend gewesen, die acht Fahrer hatten im Qualifying die Ränge eins bis acht belegt. Mortara gewann ungefährdet, auch weil er im Rennen von seinen Markenkollegen erfolgreich abgeschirmt wurde. Nur mit einem starken Start - Wittmann machte drei Ränge gut - betrieb der 26-Jährige Schadensbegrenzung und wurde schließlich Siebter.

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