Burnout - Die DTM-Kolumne bei SPOX

Mehr Action, mehr Kämpfe, mehr Spaß

Freitag, 01.05.2015 | 12:55 Uhr
Edoardo Mortara startet wieder für Audi aber im neuen Design in die DTM-Saison 2015
© dtm media
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Die DTM startet in Hockenheim in die Saison 2015. 9 Rennwochenenden, 18 Rennen, 24 Fahrer - einiges ändert sich. SPOX erklärt den neuen Modus, stellt die Rookies vor und schätzt die Chancen von Audi, BMW und Mercedes ein.

Was ist die wichtigste Neuerung?

Die DTM nimmt Abstand von der Formel-1-Kopiererei. Statt die Rennen mit zwei verschiedenen Reifenmischungen unübersichtlich zu machen, steht in der Saison 2015 wieder Racing im Vordergrund. Der Optionsreifen fällt weg, alle Piloten sind jederzeit mit derselben Mischung auf der Strecke.

Viel wichtiger aber ist das zusätzliche Spektakel. Statt einem Rennen am Sonntag gibt es endlich wieder mehr Action. Erstmals seit der Saison 2002 stehen zwei Läufe pro Wochenende auf dem Programm. Es erinnert an die Hochzeiten der früheren Tourenwagenserie, als sich BMW M3, Mercedes 190E und Audi V8 quattro mit Opels Omega maßen.

Genug der Sentimentalität. Wie sieht der Modus in der DTM-Saison 2015 aus? Am Samstag und Sonntag gibt es jeweils ein 20-minütiges Qualifying zur Bestimmung der Startaufstellung, bei dem kaum ein Fahrer eine komplett freie Runde erwischen dürfte. Jeweils im Anschluss werden die beiden Rennen gefahren, die gleichwertig die volle Punktzahl für die Meisterschaftswertung bringen.

Zweikämpfe statt Zeitenjagd heißt die Vorgabe. Besonders am Samstag wird das kompromisslos umgesetzt: Während die Fahrer im nun kürzeren, 60-minütigen Sonntagsrennen einen Pflichtboxenstopp einlegen müssen, dauert das erste Rennen nur 40 Minuten plus eine Runde. Reifenwechsel? Nicht vorgesehen. Überholen ist also nur auf der Strecke möglich.

DTM-Rookie Götz im Interview: "Seb und ich hatten anderes im Kopf"

Insgesamt dürfen sich die DTM-Zuschauer auf 18 Läufe freuen. Ein Rennen in China ist im Kalender 2015 nicht mehr zu finden, auch der Hungaroring wurde gestrichen. Auf die drei deutschen Rennwochenenden Hockenheim-, Lausitz- und Norisring folgen Zandvoort, Spielberg und Moskau. Danach geht es in Oschersleben und auf dem Nürburgring rund, bevor die Saison wieder in Hockenheim endet.

Besonders der Sommer wird faszinierend. Wenn die Bundesliga pausiert, sollen mehrere Samstagsläufe in der Dämmerung ausgetragen werden. Primetime-Racing statt Topspiel am Samstag! Für die DTM bedeutet das: Zusätzliche Zuschauer, die gerade vom Badesee zurückkehren.

Auch für die Motorsport-Cracks wird es interessanter. Nach dem Wegfall der weicheren Option-Slicks stehen den Teams künftig vier Hankook-Sätze für drei Rennstints und zwei Qualifyings zur Verfügung.

Wer ist neu?

Maximilian Götz, Lucas Auer und Tom Blomqvist lauten die neuen Namen im Fahrerfeld. Während der 29-jährige Götz sich nach dem Meistertitel in der Formel-BMW-Saison 2003 und wenig Erfolg in der Formel 3 über den GT-Sport nachhaltig für einen DTM-Mercedes empfahl, sind die beiden anderen Rookies echte Jungspunde.

Der 21-jährige Blomqvist bekam den Motorsport in die Wiege gelegt: Sein Vater ist die schwedische Rallye-Legende Stig Blomqvist, der in der Saison 1984 den Weltmeister-Titel holte. Parallelen zu ziehen ist schwer, weil sein Sohn sie vermeidet. Er tritt für sein Geburtsland Großbritannien an und erarbeitete sich nach seiner Entlassung aus dem Red-Bull-Juniorprogramm Ende des Jahres 2013 seinen DTM-BMW mit dem Vizetitel in der Formel-3-Euroseries.

Auch Götz' Mercedes-Kollege Auer hat Motorsport-Gene: Sein Onkel ist der ehemalige Formel-1-Pilot Gerhard Berger. Der 20-jährige Österreicher wurde in der Vorsaison Vierter in der Formel-3-Euroseries, und stand beim prestigeträchtigen Macau-GP als Zweiter auf dem Podium. Er hat zudem Erfahrung mit geschlossenen Autos: 2013 und 2014 fuhr er für Lotus in der Langstreckenweltmeisterschaft WEC.

Auer hat in der DTM gleich alle Hände voll zu tun. Er muss sich mit einem neuen Team an die neue Rennserie gewöhnen. Mercedes strich beim Werksteam HWA ein Auto und holte dafür ART-Grand-Prix in die Serie. Die Franzosen sind ein höchst erfolgreiches Motorsportteam, das aktuell auch in der GP3- und GP2-Serie antritt. Dort gewannen sie mit Lewis Hamilton, Nico Rosberg und Nico Hülkenberg den Meistertitel. In der DTM hilft dem Team mit Gary Paffet der erfahrenste aller aktuellen Piloten bei der Eingewöhnung.

Trotz der Aufstockung auf acht Autos und somit insgesamt 24 Teilnehmer mussten für die drei Rookies zwei Fahrer weichen. BMWs US-Amerikaner Joey Hand ging zurück in seine Heimat. Vitaly "Vyborg Rocket" Petrov, als einziger Fahrer in der Saison 2014 ohne einen einzigen Punkt, arbeitet jetzt als Formel-1-Experte für ein Motorsport-Magazin in seiner Heimat Russland.

Wer ist der Favorit?

Die Testfahrten geben wie üblich keinen wirklichen Aufschluss. Audi, Mercedes und BMW wechselten sich munter mit den Bestzeiten ab. In der DTM gilt schließlich seit Jahren: Jeder kann gewinnen, die Konstanz macht den Champion.

Audi ist deshalb der zu schlagende Hersteller. Mit Mattias Ekström, Mike Rockenfeller und Edoardo Mortara fuhren drei Ingolstädter im Vorjahr in die Top 5 der Gesamtwertung und legten die Basis für den Titel. Die Team- und Fahrerwertung gingen an BMW, weil Marco Wittmann Unglaubliches leistete.

Und sonst so?

Inspiriert vom US-Motorsport und der Formel 1 durften sich die DTM-Piloten vor der Saison 2015 eine persönliche Startnummer aussuchen. So fahren unter anderem Mike Rockenfeller mit der 99, Pascal Wehrlein mit seinem Geburtsjahr 94 und Martin Tomczyk mit Schnapszahl 77 auf dem Auto.

Muss sich Titelverteidiger Marco Wittmann mit seiner Ziffer 1 mal durchs Feld kämpfen, kann er auf wieder auf den Klappflügel zurückgreifen. Allerdings wird die Nutzung des DRS neu geregelt. Wer bei Start-Ziel weniger als eine Sekunde hinter dem Vordermann liegt, darf in der folgenden Runde bis zu drei Mal den Flügel flach stellen - zwei Mal mehr als bisher und zwei Grad mehr als noch in der Vorsaison.

Bei freier Fahrt bringt das neue Verfahren pro Runde bis zu 0,5 Sekunden. DRS-Zonen gibt es im Gegensatz zur Formel 1 nicht. Überholt wird überall, Action ist so endlich sicher. Ein Mangel an Rad-an-Rad-Kämpfen dürfte nicht mehr auftreten.

Der DTM-Rennkalender 2015

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