Freitag, 15.11.2013

Kein Klassenunterschied zur Formel 1

Rockenfeller träumt von Nordschleife

DTM-Champion Mike Rockenfeller (Neuwied) würde sich und seinen Kollegen aus der Tourenwagenserie einen Sprung in die Formel 1 zutrauen. Zudem träumt er von einem zukünftigen Gastspiel auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings.

Mike Rockenfeller ist amtierender "ADAC Motorsportler des Jahres"
© getty
Mike Rockenfeller ist amtierender "ADAC Motorsportler des Jahres"

"Gary Paffett, Bruno Spengler oder auch ich: Warum sollten wir dort nicht fahren können? Es ist ja nicht wie erste und zweite Liga", sagte der 30-Jährige im Gespräch mit dem "SID" und verwies auf auf die zahlreichen Paydriver in der Königsklasse, die für ihr Cockpits bezahlen.

"Die Piloten in der Formel 1 sind ja nicht alle nur wegen ihres Könnens dort. Man hat etwa zehn Profis, der Rest bringt noch Geld mit", sagte Rockenfeller. Die DTM sei mit Blick auf Fahrer und die Autos der Hersteller Audi, BMW und Mercedes deutlich ausgeglichener.

"In der Formel 1 ist das schon immer anders gewesen. Da gibt es ein paar wenige Autos, in denen du sitzen musst, wenn du Weltmeister werden willst", sagte Rockenfeller: "Das ist in der DTM sportlich eine andere Herausforderung im Konkurrenzkampf. Formel-1-Weltmeister zu werden, ist trotzdem verdammt schwer - aber eben weniger, als DTM-Meister zu werden."

Rockenfeller ist nach seinem ersten Titelgewinn in der DTM vor sieben Wochen zum "ADAC Motorsportler des Jahres" gewählt worden. In seiner Karriere hat er zudem bereits die 24-Stunden-Rennen von Le Mans und Daytona gewonnen.

Traum von der Nordschleife

Außerdem träumt er von einem zukünftigen Gastspiel der Tourenwagenserie auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings. "Das wäre ein Mega-Highlight für uns, und persönlich glaube ich auch, dass das gehen würde", sagte Rockenfeller: "Ich glaube, mit so etwas würdest du auch die Fans wieder erreichen, die derzeit an der DTM zweifeln. Das wäre eine tolle Sache, auch weltweit. Mit so schnellen Autos ist da ja ewig nicht mehr gefahren worden."

Die bei Fahrern und Fans beliebte Idee eine Auftritts in der "Grünen Hölle" wäre allerdings ein logistischer Kraftakt und derzeit wohl nicht realitisch. "Vielleicht gibt es viele Gründe, die ich als Fahrer gar nicht so genau kenne, die dagegen sprechen", sagte der 30-Jährige: "Realistisch gedacht glaube ich grundsätzlich nicht, dass wir in Zukunft dort fahren werden, aber ich würde mich freuen, wenn es so wäre."

Im Rahmen der "alten" DTM, die 1996 eingestellt wurde, war die Tourenwagenserie von 1988 bis 1993 bereits auf der Nordschleife zu Gast.

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